Letztes Update:
20210810133253

Genesene können auch in Niedersachsen früher zum Impfen

12:50
10.08.2021
Menschen in Niedersachsen können sich nun schon vier Wochen nach einer überstandenen Corona-Infektion impfen lassen. Sie gelten dann mit nur einer Impfung als vollständig immunisiert und geschützt, wie das niedersächsische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Wer eine Corona-Erkrankung überstanden habe, sei „vorübergehend“ vor einer Neuerkrankung geschützt, sagte Gesundheits-Staatssekretär Heiger Scholz. „Angesichts des Anstiegs von Neuinfektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante bitte ich genesene Menschen darum, sich für eine Schutzimpfung zu entscheiden“, betonte er. Ausreichend Impfstoff gebe es.

Die sogenannte Boosterimpfung trage dazu bei, das Risiko einer erneuten Ansteckung oder eines schweren Krankheitsverlaufs deutlich zu reduzieren, erklärte Scholz. „So schützen Sie sich und andere.“ Die Ständige Impfkommission hatte ihre bisherige Empfehlung, Genesene erst sechs Monate nach einer Corona-Erkrankung zu impfen, auf vier Wochen verkürzt. Auch Bremen hatte die Wartezeit für Genesene bereits entsprechend abgekürzt.

Jean-Pierre Fellmer

CDU-Wirtschaftsrat für Indikatoren-Mix zur Bewertung der Corona-Lage

12:02
10.08.2021
Unmittelbar vor der Ministerpräsidentenkonferenz dringt der CDU-Wirtschaftsrat auf eine Abkehr von der Inzidenz als vorrangigem Richtwert für Corona-Maßnahmen. Es gebe die „eindeutige Erwartung der Wirtschaft, dass die Politik von der Inzidenz als Indikator für zukünftige Corona-Maßnahmen abrückt“, sagte der Generalsekretär des Rates, Wolfgang Steiger, der „Rheinischen Post“ (Dienstag). „Vielmehr muss es einen Mix aus verschiedenen Indikatoren zur Bewertung der Lage geben, damit das Land nicht kopflos in den nächsten Lockdown stolpert. Eine weitere Schließung von Geschäften und Schulen wäre auch mit Blick auf die hohe Impfquote schlicht inakzeptabel.“ Der Corona-Kurs für den Herbst ist am Dienstag ein Thema von Beratungen von Bund und Ländern.

Die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Maike Finnern, erhoffte sich von dem Treffen klare Vorgaben: „Wir appellieren an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten, bei ihrem Treffen am Dienstag bundesweit einheitliche und verbindliche Leitlinien zu entwickeln, in welcher Pandemie-Situation an Kitas, Schulen und Hochschulen welche Maßnahmen ergriffen werden müssen“, sagte sie der Zeitung.

Jan-Felix Jasch