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Piks vor der Achterbahn: Besucher stehen bei Kirmes-Impfung Schlange

15:09
07.08.2021
Erst Piks, dann Achterbahnfahrt: Auf dem Stoppelmarktgelände in Vechta haben sich Besucher einer Kirmes gegen das Coronavirus impfen lassen. Vor einem Impfbus des Landkreises Vechta, der am Samstag vor dem Eingang der Kirmes Halt machte, bildete sich bereits kurz nach dem Start der Impfaktion eine Warteschlange unweit der Fahrgeschäfte. Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren wurden mit dem Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer geimpft. Die Zweitimpfung soll in wenigen Wochen ebenfalls auf dem Stoppelmarktgelände im Impfbus erfolgen.

Als eine der ersten war die 14 Jahre alte Lotta an der Reihe, die von ihrer Mutter Anja zu der Impfaktion begleitet wurde. „Das ist eine Win-Win-Situation“, sagte Mutter Anja mit Blick auf das mobile Angebot. Als die Familie aus Vechta von der Aktion gehört hatte, sei der Entschluss für eine Impfung schnell gefallen. Natürlich habe dann auch noch der Bummel über die Kirmes und der Blick auf das ein oder andere Fahrgeschäft gelockt, berichtete Mutter Anja. Das freie Impfangebot senke die Hemmschwelle, sich impfen zu lassen, zeigte sie sich überzeugt.

Darauf hatte im Vorfeld der Aktion auch Vechtas Landrat Herbert Winkel (CDU) gesetzt. Er sagte, er hoffe durch das Angebot vor der Kirmes besonders Familien sowie junge, noch unentschlossene Menschen zu erreichen. Die Impfungen könnten helfen, künftige Ausbrüche, steigende Inzidenzen und damit einhergehende Einschränkungen im privaten und öffentlichen Bereich zu verhindern. Welchen Erfolg die Aktion brachte, will der Landkreis Anfang der Woche mitteilen.

Malte Bürger

Grünen-Politikerin: Strategieänderung kommt zur falschen Zeit

14:15
07.08.2021
Die Ankündigung der niedersächsischen Landesregierung, noch im August ihre Corona-Strategie grundlegend ändern zu wollen, stößt bei den Grünen auf Kritik. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Meta Janssen-Kucz, sagte dem Sender NDR Info am Samstag, der Vorstoß komme zur falschen Zeit und sei „mehr als nebulös“.

In Niedersachsen sei gerade einmal die Hälfte der Einwohner geimpft, zudem gebe es hohe Infektionsraten bei Kindern und Jugendlichen, führte die Abgeordnete an. Hinzu kämen noch kürzere Infektionswege durch die vorherrschende Delta-Variante. „Wir sollten mehr als vorsichtig sein, bevor wir jetzt anfangen das, was bis jetzt jeder verstanden hat im Rahmen der Stufenpläne, nochmal wieder auf den Kopf zu stellen“, sagte Janssen-Kucz. Die Absicht, den Stufenplan zu ändern, werde zu Verwirrung führen.

Der richtige Zeitpunkt für Lockerungen sei aus ihrer Sicht, wenn die Impfquote bei 80 bis 85 Prozent und die Inzidenz konstant unter 10 liege, sagte die Politikerin. In Niedersachsen erhielten nach Angaben vom Freitag inzwischen 65,1 Prozent der Bevölkerung mindestens die Erstimpfung - 54,2 Prozent haben einen vollständigen Impfschutz. Die niedersächsische Landesregierung hatte am Freitag angekündigt, ihre Corona-Strategie grundlegend ändern zu wollen. Als eine Möglichkeit wird diskutiert, die Inzidenzwerte als Schwelle für Einschränkungen deutlich anzuheben. Zur Debatte steht alternativ, bei heftigem Infektionsgeschehen gefährdete Bereiche wie Alten- und Pflegeheime besonders zu schützen, aber nicht mehr das komplette gesellschaftliche Leben herunterzufahren.

Malte Bürger

Bremer Inzidenz sinkt auf 23,1

13:31
07.08.2021
Die Corona-Inzidenz in der Stadt Bremen ist erneut minimal gesunken. Nach einem Wert von 24,1 am Freitag übermittelte das Gesundheitsressort nun einen Wert von 23,1. In Bremerhaven war der Rückgang noch deutlicher, dort liegt die Inzidenz bei 29,0 (Vortag: 35,2).

Insgesamt wurden im Land Bremen 18 neue Corona-Fälle registriert, die Zahl der Genesenen erhöhte sich um 13 Personen. Weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavisrus gab es keine. 

Malte Bürger