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Zeitung: Bund zahlt mehr als drei Milliarden Euro für Gratistests

08:40
05.08.2021
Die gratis angebotenen Corona-Schnelltests haben laut einem Zeitungsbericht in diesem Jahr den Bund bereits mehr als drei Milliarden Euro gekostet. Das Bundesgesundheitsministerium verwies auf Anfrage der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag) auf Angaben des Bundesamts für Soziale Sicherung (BAS). Demnach zahlte der Bund 2021 für Leistungen der Labordiagnostik 782 Millionen Euro, an Sachkosten für die Antigen-Schnelltests (PoC-Verfahren) 1,084 Milliarden Euro und für weitere Leistungen gemäß Testverordnung - dem Bericht zufolge etwa die Abstrichnahmen - knapp 1,75 Milliarden Euro. Zusätzlich zahlte der Bund demnach rund 74 Millionen Euro für Tests in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Obdachlosenunterkünften. In der Summe sind das knapp 3,7 Milliarden Euro in 2021.

Diskutiert wird darüber, die Kostenbefreiung bei den Tests künftig für all jene zu beenden, für die es eine Impfempfehlung gibt. Das Bundesgesundheitsministerium hat dies für Mitte Oktober vorgeschlagen. Es wird davon ausgegangen, dass alle, die eine Impfung wollen, bis dahin vollen Impfschutz haben können. Weiterhin kostenfrei blieben die Tests für Kinder, solange es für sie keine Impfempfehlung gibt, und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund zeigte Sympathie dafür. Wer die Impfung verweigere, treffe eine persönliche Entscheidung, deren Folge der Staat nicht finanzieren müsse, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem „Handelsblatt“. „Die flächendeckenden kostenlosen Bürgertests für alle verschlingen große Summen an Steuergeldern, die besser in weitere Impfkampagnen investiert werden sollten.“

Jan-Felix Jasch

DFB-Pokal: Prämien-Auszahlung wieder durch Corona beeinflusst

08:04
05.08.2021
Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie müssen die 64 Teilnehmer am DFB-Pokal weiterhin mit Einschränkungen bei der Ausschüttung der Prämien rechnen. Der Deutsche Fußball-Bund orientiert sich bei der Einnahmenverteilung an der Vorsaison, wie am Donnerstag auch der „Kicker“ berichtete. In der Pokal-Spielzeit 2020/21 waren zwar 160 628 Euro für die Teilnahme an der ersten Runde ausgeschüttet worden, fest zugesichert worden waren den Vereinen allerdings nur „grundsätzlich 80 Prozent der maximal möglichen Ausschüttungssumme“. Die Amateurclubs erhielten zusätzlich 30 000 Euro zur Umsetzung des Hygienekonzeptes.

Wegen der Pandemie „konnten diverse Leistungen (z.B. Ticketing, Partner-Aktionen wie Einlaufkinder) nicht umgesetzt werden“, schreibt der DFB in seinem Saisonreport. In der Saison 19/20 waren in der ersten Runde 175 500 Euro pro Club ausgeschüttet worden.

Für die Teilnahme an der zweiten Runde gab es in der Vorsaison grundsätzlich 336 054 Euro, für das Achtelfinale 673 245 Euro. Die Viertelfinal-Teilnehmer hatten rund 1,3 Millionen Euro bekommen, die Halbfinalisten rund 2,6 Millionen Euro.

Jan-Felix Jasch