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20210804160234

Griechisches Synchronschwimm-Team in Quarantäne - 29 neue Infektionen

07:00
04.08.2021
Das gesamte griechische Synchronschwimm-Team hat sich nach mehreren positiven Corona-Tests in ein Quarantäne-Hotel begeben. Wie die Olympia-Organisatoren am Mittwoch mitteilten, wurden vier Schwimmerinnen und ein Betreuer bei den Olympischen Spielen in Tokio positiv getestet. Von den sieben weiteren Team-Mitgliedern seien einige als Kontaktpersonen eingestuft worden. Alle zwölf seien daher in Absprache mit dem Nationalen Olympischen Komitee Griechenlands bereits aus dem Athleten-Dorf ausgezogen, bestätigte OK-Sprecher Masa Takaya. „Wir wünschen ihnen eine schnelle Genesung“, sagte sie.

Das Team kann daher nicht weiter am Synchronschwimmen teilnehmen. Dort werden am Mittwoch die Medaillen bei den Duetten vergeben. Chancen auf eine Medaille hätte Griechenland dabei nicht gehabt.

Jan-Felix Jasch

Weil kündigt „tägliche Testung“ zum Schulstart an

05:43
04.08.2021
In Niedersachsen müssen sich Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien zum Schulstart auf tägliche Corona-Tests einstellen. „Wir werden mindestens am Anfang des Schuljahres eine tägliche Testung vorsehen“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil der Deutschen Presse-Agentur. Man wisse, dass sich gerade in der jüngeren Generation das Virus verbreite. Gleichzeitig sei die Impfquote in dieser Altersgruppe noch vergleichsweise gering.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 12- bis 17-Jährigen bei 24,8. Bei Menschen über 60 Jahren betrug sie 2,3. Dieser Wert gibt die Zahl der Menschen pro 100 000 Einwohner an, die sich innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus angesteckt haben. Auch bei der Impfquote gibt es große Unterschiede: Während die Altergruppe über 60 Jahre zu mehr als 81 Prozent vollständig geimpft ist, bekamen von den Jüngeren zwischen 12 und 17 Jahren bislang nur 28 Prozent eine erste Spritze.

Jan-Felix Jasch

Forscher: Inzidenz-Werte nicht wie Tempolimits

05:04
04.08.2021
Angesichts steigender Corona-Inzidenzen rät der Wissenschaftler Hajo Zeeb, die Anzahl der Kontakte niedrig zu halten. „Man kann mehr machen, wenn man geimpft ist. Aber jeder sollte überlegen: Muss das unbedingt sein?“, sagte der Epidemiologe vom Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie der Deutschen Presse-Agentur. Gerade bei der Delta-Variante sei Vorsicht geboten. Auch an Freiheiten müsse man sich wieder gewöhnen. Es gebe genügend Beispiele, bei denen es schiefgegangen sei.

„Ich erwarte zum Herbst und Winter, dass wir von öffentlicher Seite aufgerufen werden, die Kontakte zu reduzieren“, sagte Zeeb. „Wir dürfen nicht wieder in schlimme Situationen kommen.“ Insofern seien Urteile wie des niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg, die Schließung von Diskotheken, Clubs und Shisha-Bars ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 10 zu kippen, nur Momentaufnahmen. „Es kann sein, dass sich das schnell erledigt. Mit der Reiserückkehrerwelle rechne ich mit veränderten Verordnungen.“

Zeeb erwartet, dass in den Verordnungen höhere Inzidenzwerte in Verbindung mit Daten der Intensivstationen gebracht werden - möglicherweise sogar regional unterschiedlich. „Dann wird es wieder unklarer. Aber es ist ein dynamisches Geschehen und nicht so wie beim Tempolimit auf Straßen. Das gilt ewig.“

Auch die Landesregierung Bremen sieht die aktuelle Corona-Verordnung eher als Übergangsregelung. Man habe sich auf Bundesebene dafür stark gemacht, dass die Ministerpräsidenten-Konferenz zeitnah stattfinde, um bei der Neubewertung möglichst zu bundeseinheitlichen Parametern zu kommen, hieß es. Diese müssten sowohl die Belastung des Gesundheitssystems als auch die Impfquote berücksichtigen.

Jan-Felix Jasch