Letztes Update:
20210803201230

2.500 Corona-Bedürftige erhalten Hilfen aus Papst-Fonds

12:12
03.08.2021
Mit Mitteln aus dem Papst-Fonds für Corona-Bedürftige hat das Bistum Rom rund 2.500 Personen unterstützt. In den vergangenen zwölf Monaten seien für das Projekt "Allianz für Rom" etwa 920 Hilfsanfragen eingegangen, zogen die Organisatoren am Dienstag in Rom eine erste Bilanz. Darüber hinaus hätten sich 400 Freiwillige an dem Projekt in der Region Latium und der italienischen Hauptstadt beteiligt.

Papst Franziskus hatte den im Juni 2020 begründeten Fonds für Arbeiter und kleine Angestellte im Bistum Rom, die besonders unter der Pandemie litten, mit einer Million Euro ausgestattet. Die Region Latium sowie die Stadt Rom hatten den Fonds um je 500.000 Euro erweitert. Darüber hinaus waren bei der ebenfalls beteiligten Caritas Spenden in Höhe von 200.000 Euro für das Projekt eingegangen.

Die Mittel sind auf Wunsch des Papstes für jene gedacht, die in der Pandemie keine anderen Hilfsmaßnahmen erhielten: Tagelöhner, Saisonarbeiter, Haushaltshilfen, Kleinstunternehmer oder Hilfskräfte.

Jan-Felix Jasch

Forscher werten weltweite Sterbedaten in der Corona-Pandemie aus

11:05
03.08.2021
Ein deutsch-israelisches Forscherteam hat die Sterbedaten während der Corona-Pandemie von rund 100 Ländern in vergleichbarer Form aufbereitet. Ein Ergebnis: Die Übersterblichkeit - die Zahl der Toten über die gewöhnlich zu erwartende Sterblichkeit hinaus – lag in Deutschland unter der europäischer Nachbarländer.

Mit rund 50 zusätzlichen Toten pro 100 000 Einwohnern habe Deutschland in der Pandemie eine viel geringere Übersterblichkeit erfahren als umliegende europäische Länder (Niederlande: 110; Belgien: 140; Frankreich: 110; Schweiz: 100; Österreich: 110, Tschechien: 320; Polen: 310) – ausgenommen Dänemark, das keine Übersterblichkeit verzeichnet habe. Die Ergebnisse des Forscherteams von der Universität Tübingen und der Hebräischen Universität Jerusalem wurden online im Fachjournal „eLife“ veröffentlicht.

Während die Todeszahlen in einigen lateinamerikanischen Ländern in der Pandemie um mehr als die Hälfte stiegen, starben der Studie zufolge in Australien und Neuseeland sogar weniger Menschen als in vergleichbaren Zeiträumen vor der Pandemie. Die Forscher gehen davon aus, dass dies durch die Abstands- und Hygieneregeln zustande kam, was die Todesfälle durch andere Infektionskrankheiten wie etwa Grippe reduzierte. Auch für Deutschland nehmen sie an, dass in den Wintermonaten vergleichsweise wenig Menschen an herkömmlichen Atemwegserkrankungen gestorben sind.

Jan-Felix Jasch