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Althusmann: Betriebe sollten für Corona-Impfungen werben

19:13
30.07.2021
Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hat die Unternehmen im Land dazu aufgerufen, bei ihren Mitarbeitern für Corona-Impfungen zu werben. „Betriebe sollten ihre Mitarbeiter von der hohen Bedeutung einer Impfung gegen Corona überzeugen und sie ermutigen, sich impfen zu lassen“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Er gehe davon aus, dass bis Ende September zwischen 70 und 80 Prozent der Bevölkerung geimpft seien. Dafür müsse aber noch „eine Menge Überzeugungsarbeit“ geleistet werden.

Eine Impfpflicht ist aus Althusmanns Sicht der falsche Weg. Das gelte auch für Beschäftigte im Gesundheits- und Bildungsbereich, denen eine Impfung nach Althusmanns Ansicht aber durchaus „mit großem Nachdruck ans Herz gelegt“ werden sollte. „In Gesundheitsberufen ist die Impfbereitschaft bereits sehr groß. Ich halte es auch für eine Selbstverständlichkeit, dass insbesondere Menschen im Gesundheitswesen sich selbst und damit auch ihre Patienten schützen“, betonte Niedersachsens Vize-Regierungschef.

Patrick Reichelt

Fast die Hälfte der Briten fand Ende der Corona-Maßnahmen zu früh

18:41
30.07.2021
Die Aufhebung fast aller Corona-Maßnahmen in England findet unter den Briten einer aktuellen Umfrage zufolge längst keine flächendeckende Zustimmung. 46 Prozent von 1500 Befragten fanden das Ende der Beschränkungen „zu früh“, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Redfield and Wilton Strategies für das Magazin Politico hervorgeht. 33 Prozent fanden den Zeitpunkt richtig und nur zwölf Prozent zu spät.

Am 19. Juli hatte Premierminister Boris Johnson in England trotz extrem hoher Corona-Zahlen fast alle noch geltenden Maßnahmen aufgehoben. Nachtclubs öffneten wieder und Masken sowie Abstand sind nun an vielen Orten eine persönliche Entscheidung. Die Auswirkungen sind bislang noch unklar: Zur Überraschung vieler lag die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen deutlich unter jenen der Vorwoche, die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 354 (Stand: 24. Juli). Ob der Trend anhält, lässt sich noch kaum absehen.

Schottland, Nordirland und Wales entscheiden eigenständig über ihre Corona-Politik und gehen etwas vorsichtiger vor. Aus der Umfrage geht auch hervor, dass viele Briten sich weiterhin vorsichtig verhalten und größere Menschenansammlungen meiden, auch wenn dies gesetzlich nicht mehr verpflichtend ist.

Patrick Reichelt