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FDP-Chef Lindner gegen pauschale Testpflicht für Reiserückkehrende

18:33
28.07.2021
Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner hat sich kritisch über die Pläne der Bundesregierung zu erweiterten Testpflichten für Reiserückkehrende geäußert. Die Unionsgeführte Bundesregierung bereite die Öffentlichkeit erneut auf erhebliche Freiheitseinschränkungen vor, sagte Lindner am Mittwoch im schleswig-holsteinischen Strande. Es sei nicht das erste Mal, dass die Regierung „solche Testballons“ starte. Als Beispiel nannte er die Diskussion um einen Wellenbrecher-Lockdown im November. Die FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus habe zurecht darauf hingewiesen, dass eine pauschale Testpflicht sowohl schwer umsetzbar als auch in ihrer Pauschalität unverhältnismäßig sei, sagte Lindner.

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie seien hingegen mobile Impfteams notwendig „vor Möbelmärkten und in den Stadtteilen, wo vielleicht ein Verständigungsproblem besteht, weil die soziale Zusammensetzung dort eben nicht nur deutsch als Umgangssprache hat“, sagte Lindner. Notwendig seien Vorbereitungen für den Herbst bei der Testinfrastruktur. Es müsse stärker auf die zuverlässigeren PCR-Tests gesetzt werden. „Luftreiniger, CO2-Messer, das ist das, was wir für den Herbst brauchen.“ Ein neuer pauschaler Lockdown müsse in jedem Fall ausgeschlossen werden. „Und auch die bisher Nicht-Geimpften müssen sich mit einem negativen Test am gesellschaftlichen Leben beteiligen können.“

Michael Rabba

Ausweitung der Testpflicht in Frankreich wohl ab zweiter Augustwoche

16:41
28.07.2021
Frankreichs Regierung plant die Ausweitung der Nachweispflicht über einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder eine Genesung nun erst zum 9. August. Das gab Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch in Paris bekannt. Ursprünglich war die Verschärfung der Hygienevorschriften für den Besuch von Bars, Cafés und Restaurants sowie Fahrten mit Fernzügen und Reisebussen zum Monatsanfang vorgesehen gewesen. Der von Premierminister Jean Castex eingeschaltete Verfassungsrat will sich jedoch erst am 5. August zu den beschlossenen Regelungen äußern.

Die von Staatschef Emmanuel Macron angekündigten strengeren Corona-Regeln sind in Frankreich umstritten. Landesweit mehr als 160 000 Menschen gingen am vergangenen Wochenende inmitten der Urlaubssaison dagegen auf die Straße. Die Mobilisierung für erneute Proteste am kommenden Samstag läuft. Erst zu Beginn der Woche hatte das französische Parlament das Gesetz gebilligt, das die Ausweitung der Nachweispflicht sowie eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal festschreibt.

Frankreich kämpft derzeit gegen eine vierte Corona-Welle. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche kletterte in einzelnen Gegenden auf mehr als 400, wie Attal sagte. In den französischen Überseegebieten Guadeloupe, Saint-Martin und Saint-Barthélemy soll ab Donnerstag der Gesundheitsnotstand gelten.

Dank der Impfung könnte man eine schlimme Welle der Krankenhauseinlieferungen dennoch verhindern, sagte Attal, wenn der jetzige Rhythmus beibehalten werde. Derzeit gebe es infolge von Macrons Ankündigungen einen „Impfboom“. Mittlerweile ist mehr als die Hälfte der rund 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Frankreichs vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Mehr als 60 Prozent erhielten mindestens eine Impfdosis.

Michael Rabba

Bremerhaven startet Impfkampagne mit Videobotschaften

15:02
28.07.2021
Bremerhaven hat am Mittwoch eine vom Land Bremen unterstütze Impfkampagne mit Videobotschaften von Persönlichkeiten mit Bezug zur Seestadt gestartet. Die für die Corona-Impfung werbenden Spots sind am Vortag im Impfzentrum Bremerhaven aufgenommen worden und werden bis einschließlich kommenden Montagabend über die digitalen Netzwerke der Stadtverwaltung Bremerhaven veröffentlicht.
 „Ziel dieser Kampagne ist es, dass sich noch unentschlossene Bremerhavener Bürgerinnen und Bürger für eine Impfung entscheiden und die Stadt Bremerhaven für den Herbst gut gewappnet und somit für eine mögliche vierte Welle vorbereitet ist“, so Oberbürgermeister Melf Grantz. 
Das Impfzentrum in der Stadthalle Bremerhaven wird am 31. August schließen, teilt die Stadt weiter mit. Damit der zeitliche Mindestabstand von drei Wochen zwischen der Erst- und Zweitimpfung eingehalten werden kann, besteht dort nur noch bis einschließlich Mittwoch, 4. August,  die Möglichkeit, eine Erstimpfung zu erhalten. Interessierte können sich bis dahin zwischen 9 und 13 Uhr oder 14 und 17 Uhr (täglich, außer sonntags) ohne Termin mit den Impfstoffen BioNTech oder Moderna impfen lassen (je nach Verfügbarkeit). Mitzubringen ist ein Identitätsausweis wie der Personalausweis sowie, wenn vorhanden, der Impfausweis. Der Nachweis einer Krankenversicherung für die Impfung ist nicht erforderlich, betont die Stadt.
Nähere Informationen gibt es unter www.bremerhaven.de/corona-impfzentrum.

Michael Rabba