Letztes Update:
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Modellprojekt in Schleswig-Holstein in Discos

01:30
24.07.2021
Im Rahmen eines wissenschaftlich begleiteten Modellprojekts sind am Samstag in drei Diskotheken in Schleswig-Holstein wieder Partys ohne Masken und Abstand geplant. Innerhalb von vier Wochen dürfen drei Clubs jeweils drei Abende veranstalten. Zwar können Discos im Land seit Ende Juni generell wieder öffnen, aber nur mit Maskenpflicht und für maximal 125 Personen.

Im Rahmen des Modellprojekts sind in drei Läden Geimpfte, Genesene und Getestete zugelassen. Die Besucher müssen sich zudem viermal nachtesten lassen, um mögliche Infektionswege nachzuvollziehen. Die Nachtestpflicht gilt nicht für Geimpfte und Genesene. Die Nachfrage war in allen drei Diskotheken nach Angaben der Geschäftsführer im Vorfeld groß.

Kapitel

Freitag, 23. Juli

Das war am Freitag, 23. Juli, wichtig

20:19
23.07.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Im Land Bremen sind 17 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Laut Gesundheitsressort stammen davon allein 16 aus der Stadt Bremen. Der Inzidenzwert ist in der Stadt Bremen gegenüber dem Vortag von 17,0 auf 17,3 gestiegen. Vor einer Woche hatte er noch bei 14,8 gelegen. In Bremerhaven sank die Inzidenz auf 10,6 (Vortag: 12,3).
  • In Niedersachsen steigen die Corona-Inzidenzzahlen weiter deutlich. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag der landesweite Sieben-Tage-Inzidenzwert am Freitag bei 14,9, am Donnerstag hatte er bei 13,9 gelegen.
  • Niedersachsens Landesregierung erwägt, die Corona-Regeln noch vor dem nächsten Treffen der Ministerpräsidenten anzupassen. Einerseits solle vermieden werden, dass mit steigenden Inzidenzwerten bald Bereiche von Einschränkungen betroffen sind, „die mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens gar nichts zu tun haben“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Kathrin Riggert. Andererseits müsse auf die in manchen Regionen mit „besorgniserregendem Tempo“ ansteigenden Infektionszahlen reagiert werden.
Deutschland und die Welt:
  • Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des RKI von Freitagmorgen lag sie bei 13,2 – am Vortag betrug der Wert 12,2 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. 
  • Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, mahnt zu Beginn des neuen Schuljahres große Corona-Vorsicht an. Zum Start des Schuljahres brauche es „eine Phase mit besonderen erhöhten Infektionsschutzmaßnahmen an Schulen“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Jan-Felix Jasch

Gelassene Reaktion auf Hochinzidenz-Einstufung der Niederlande

19:56
23.07.2021
Die Behörden an der niederländischen Grenze haben gelassen auf die erneute Einstufung der Niederlande als Hochinzidenzgebiet reagiert. „Das ist schon gelernt von den Menschen hier, sie wissen schon, was auf sie zukommt“, sagte am Freitag der Sprecher des Landkreises Emsland, Udo Mäsker. Die Einstufung betreffe vor allem Menschen, die in den vergangenen zehn Tagen in den Niederlanden waren und nun nach Deutschland zurückkommen wollen, sagte Jens Lübben aus der Kreisverwaltung der Grafschaft Bentheim. Sie müssten für zehn Tage in Quarantäne. Der kleine Grenzverkehr, etwa zum Einkaufen oder aus touristischen Gründen, bleibe nach wie vor uneingeschränkt möglich.

„Wir können nur dazu appellieren, wenn man aus einem Gebiet kommt mit hohen Inzidenzen - ganz unabhängig davon, wie die Einstufung durch das RKI und das AA ist -, sich gut zu beobachten, sich regelmäßig zu testen und Vorsicht walten zu lassen“, sagte der Sprecher des Sozial- und Gesundheitsministeriums in Hannover, Oliver Grimm.

Die Bundesregierung stuft von Dienstag an Spanien und die Niederlande als Corona-Hochinzidenzgebiete ein. Die Entscheidung folgt nach einem deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern in den vergangenen Wochen. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese Zeit aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

Malte Bürger