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Heil schließt weitere Kurzarbeitergeld-Verlängerung nicht aus

16:42
18.07.2021
Für Bundesarbeitsminister Hubertus Heil kommt im Falle einer erneuten deutlichen Belastung der Wirtschaft durch Corona eine Verlängerung des vereinfachten Zugangs zum Kurzarbeitergeld infrage. „Ich würde keine Sekunde zögern, die Kurzarbeit über den September hinaus zu verlängern, wenn es durch eine vierte Welle wieder wirtschaftliche Schwierigkeiten geben sollte“, sagte der SPD-Politiker der „Welt am Sonntag“. Kurzarbeit habe in der Corona-Krise Millionen von Arbeitsplätzen gerettet.

„Die Hilfen könnten wir jederzeit per Verordnung weiter verlängern“, führte Heil aus. „Im Moment steht das allerdings nicht an, denn zum Glück entwickeln sich die Wirtschaft und die Lage am Arbeitsmarkt sehr positiv.“

Der Bund hatte den vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld zuletzt im Juni verlängert. Betriebe, die bis 30. September Kurzarbeit einführen, können die erleichterten Zugangsbedingungen weiter in Anspruch nehmen. Ein Betrieb kann demnach Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind; normalerweise sind es 30 Prozent. Minusstunden müssen vor der Gewährung von Kurzarbeitergeld keine aufgebaut werden. Auch Leiharbeitskräfte können Kurzarbeitergeld bekommen.

Max Seidenfaden

Nach Corona-Ausbruch: Malta erwägt Flüge in Heimat für Sprachschüler

15:49
18.07.2021
Die Regierung Maltas erwägt einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge, Rückflüge für ausländische Sprachschüler zu organisieren, die sich derzeit in Quarantäne befinden. Betroffen seien Menschen aus Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich, hieß es in dem Bericht. Die Schüler sind demnach entweder mit dem Coronavirus infiziert oder hatten Kontakt zu einer infizierten Person. Sie waren auf Malta, um Englisch zu lernen.

„Die deutsche Botschaft in Valletta steht in Kontakt zu betroffenen Sprachschülerinnen und Sprachschülern, zum Veranstalter und zu den zuständigen Behörden im Land“, hieß es aus dem Auswärtigen Amt am Sonntag. Der Veranstalter stehe in Verbindung zu den zuständigen maltesischen Behörden mit Blick auf die Organisation etwaiger Rückholflüge. Das Auswärtige Amt verfolge die weitere Entwicklung eng.

Die Regierung in Valletta hatte wegen zahlreicher Corona-Fälle unter Sprachstudenten die Sprachschulen am vergangenen Mittwoch geschlossen. Im kleinsten EU-Land waren die Infektionszahlen lange sehr niedrig. Dann schossen sie plötzlich in die Höhe. Die Behörden führten die meisten Fälle nach eigenen Angaben auf Reisende aus dem Ausland zurück. Die Regierung verschärfte deshalb auch die Einreiseregeln. Wer nach Malta will, muss seit Mittwoch etwa mit dem EU-Impfzertifikat nachweisen können, gegen Covid-19 durchgeimpft zu sein. Wann mögliche Rückholflüge das Land verlassen könnten und wie viele Deutsche betroffen sind, bliebt zunächst unklar.

Malte Bürger

Inzidenz in Niedersachsen jetzt über kritischem Wert von 10

15:03
18.07.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist innerhalb eines Tages deutlich von 8,8 auf 10,2 gestiegen. So viele Menschen pro 100 000 Einwohnern steckten sich binnen einer Woche neu mit dem Coronavirus an. Das geht aus den am Sonntag veröffentlichten Daten des Robert Koch-Instituts in Berlin hervor. Landesweit wurden 167 Neuinfektionen, aber keine neuen Todesfälle registriert. Den höchsten Inzidenzwert verzeichnete die Grafschaft Bentheim mit 24,8 - der Landkreis liegt an der Grenze zu den Niederlanden, die seit der Nacht zum Sonntag von der Bundesregierung als Corona-Risikogebiet eingestuft sind.

Insgesamt liegen bereits wieder 19 niedersächsische Kommunen über dem Wert von 10, der maßgeblich für strengere Auflagen ist. So sind zum Beispiel weniger Teilnehmer bei privaten Treffen erlaubt. Nach der Grafschaft sind die Stadt Delmenhorst (19,3), die Stadt Wolfsburg (19,3) sowie die Region Hannover (18,8) am stärksten betroffen. Die Stadt Osnabrück kündigte am Sonntag erneute Einschränkungen an, weil sie den dritten Tag in Folge die 10er-Inzidenz überschritten hatte. Die niedrigsten Werte verzeichneten der Landkreis Goslar (0,7), der Landkreis Leer (0,6) sowie der Landkreis Wittmund (0,0).

Max Seidenfaden