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20210709165822

USA liefern 3,3 Millionen Impfdosen an Afghanistan

16:58
09.07.2021
Die USA liefern nach Angaben des Außenministeriums 3,3 Millionen Impfdosen des Corona-Vakzins Johnson & Johnson nach Afghanistan. US-Außenminister Antony Blinken schrieb am Freitag auf Twitter, das sei Teil der Bemühungen der USA, den weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie anzuführen. Zugleich sähen sich die USA in der Pflicht, „Afghanistan weiterhin zu unterstützen, einschließlich der Förderung der Sicherheit und Gesundheit des afghanischen Volkes“. US-Präsident Joe Biden hatte am Donnerstag angekündigt, dass der Militäreinsatz der USA in Afghanistan am 31. August endet - obwohl die Taliban auf dem Vormarsch sind. Von dem Impfstoff von Johnson & Johnson ist nur eine Dosis für einen vollen Schutz notwendig.

Max Seidenfaden

Ein Drittel mehr Delta-Fälle in Großbritannien in einer Woche

16:10
09.07.2021
 In Großbritannien ist die Zahl der Corona-Infektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante im Vergleich zur Vorwoche um rund ein Drittel gestiegen. Die Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) machte insgesamt 54 268 Neuinfektionen in einer Woche aus. 44 Fälle beträfen die sogenannte Delta-Plus-Variante. Die Delta-Variante ist landesweit mittlerweile für 99 Prozent aller Corona-Fälle im Land verantwortlich. Am Freitag meldeten die Behörden mehr als 35 700 Neuinfektionen - den höchten Tageswert seit dem 22. Januar.

PHE-Chefin Jenny Harries rief auch angesichts der geplanten Aufhebung aller Corona-Regeln zur Vorsicht auf. Sie wies aber darauf hin, dass Impfungen offensichtlich gegen die Delta-Variante wirken. „Die Daten zeigen weiterhin, dass dem starken Anstieg, den wir bei Neuinfektionen beobachten, kein ähnlicher Anstieg bei Krankenhauseinweisungen und Todesfällen folgt“, sagte Harries. Zwei Impfdosen böten also ein großes Maß an Schutz. Bisher sind etwa zwei Drittel der Erwachsenen vollständig geimpft.

Wegen der Delta-Variante war die Zahl der neuen Corona-Fälle in Großbritannien in den vergangenen Wochen wieder in die Höhe geschossen. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Menschen in einer Woche, stieg von unter 20 auf zuletzt 277 (Stand: 4. Juli). Dennoch will die Regierung von Premierminister Boris Johnson am 19. Juli alle verbliebenen Corona-Regeln aufheben.

Max Seidenfaden

Appell vor G20-Ministertreffen: Coronahilfen für arme Länder

15:06
09.07.2021
Die Entwicklungsorganisation One fordert vor dem Treffen der G20-Finanzminister Milliardenhilfen und mehr Impfstoff für arme Länder, die besonders unter der Corona-Pandemie leiden. Die dritte Infektionswelle treffe insbesondere in Afrika auf eine weitestgehend ungeimpfte Bevölkerung. Die Länder hätten keine Chance, dagegen viel zu unternehmen, sagte Karoline Lerche von One der Deutschen Presse-Agentur. Nötig sei eine klare Reaktion - „nicht irgendwann, sondern jetzt“.

Die Organisation ruft die G20-Länder auf, einen erheblichen Teil ihrer Sonderziehungsrechte an die ärmeren Länder weiterzugeben. Dabei handelt es sich um eine Art Währungsreserve, ein internationales Zahlungsmittel, das vom Internationalen Währungsfonds (IWF) geschaffen und den Ländern zugeteilt wurde. Mit mehr liquiden Mitteln könnten die ärmeren Länder ihre Gesundheitsversorgung verbessern und die heimische Bevölkerung wie Wirtschaft unterstützen.

Jan-Felix Jasch

Medizinspenden aus Deutschland in Namibia eingetroffen

14:10
09.07.2021
In Namibias Hauptstadt Windhuk sind am Donnerstag 70 Tonnen medizinische Hilfsgüter aus Deutschland eingetroffen. An Bord eines Frachtflugzeuges vom Typ Antonow An-225 befanden sich 500 000 FFP2-Masken, 60 Krankenhausbetten sowie 300 000 Schutzhandschuhe aus Bundeswehrbeständen. „In den nächsten Tagen und Wochen werden wir medizinisches Material im Wert von rund 11 Millionen für Namibia bereitstellen, darunter auch Beatmungstechnik“, kündigte Staatsministerin Michelle Müntefering in Berlin an.

In dem südwestafrikanischen Staat Namibia wurde laut Bundeswehr bereits ein Feldlazarett in Windhuks Zentralkrankenhaus aufgestellt. Rund 462 000 OP-Masken wurden bereits im Juni in Windhuk übergeben.

Namibia mit knapp 2,5 Millionen Einwohnern hat bisher offiziell rund 97 100 Corona-Infektionen und 1662 Todesfälle registriert. Das Land stößt an die Grenzen seiner medizinischen Infrastruktur. Bisher haben nur 4,9 Prozent der Einwohner eine Erstimpfung, weniger sind komplett durchgeimpft.

Max Seidenfaden