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Südkorea verzeichnet zweithöchsten Anstieg von Corona-Neuinfektionen

18:44
07.07.2021
Südkorea hat den zweithöchsten Tageswert registrierter Corona-Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Am Dienstag kamen 1212 Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mitteilten. Die Gesamtzahl kletterte demnach auf 162 753.

Die Schwelle von 1000 Fällen wurde in Südkorea zum ersten Mal seit Ende Dezember wieder überschritten. Man könne vom Beginn einer neuen, vierten Infektionswelle sprechen, sagte Lee Ki Il vom Gesundheitsministerium im Fernsehen. Ähnlich hohe Tageswerte dürften zunächst bis Ende Juli oder Anfang August gemeldet werden.

Als Konsequenz entschieden die Behörden, schon geplante weitere Lockerungen der Kontaktbeschränkungen erneut zu verschieben. Auch sollen vermehrt Tests auf das Virus durchgeführt werden. Premierminister Kim Boo Kyum warnte davor, die Beschränkungen könnten sogar wieder verschärft werden, sollte das Infektionsgeschehen in den nächsten Tagen außer Kontrolle geraten.

Von den Neuinfektionen entfielen mehr als 80 Prozent auf die Hauptstadt und die umliegende Region. Probleme bereiten den Behörden lokale Anhäufungen. Zuletzt gab es solche Ausbrüche unter anderem in Schulen, Kaufhäusern und einzelnen Unternehmen.

Südkorea ist bislang relativ gut durch die Pandemie gekommen. Es wurden jedoch bisher nur etwa 30 Prozent der 51,3 Millionen Einwohner einmal geimpft. Vor allem jüngere Erwachsene wurden noch nicht immunisiert.

Patrick Reichelt

Handball-Bundesliga: Hoffnung auf mindestens 5000 Zuschauer

18:24
07.07.2021
Die Handball-Bundesliga rechnet zum Start der neuen Saison im September mit teilweise vollen Hallen. Die Staatskanzleien der Landesregierungen haben sich für 5000 Zuschauer bei Bundesligaspielen ausgesprochen. Sollten die Arenen mehr als 5000 Zuschauer fassen, darf von der Kapazität jenseits der 5000er-Marke zusätzlich die Hälfte eingelassen werden. Zugangsberechtigt sind vollständig Geimpfte, Genesene und negativ Getestete.

Unklarheit besteht jedoch wegen der Ansage, dass „gewisse Voraussetzungen“ erfüllt sein müssen. „Wenn das heißt, dass Zuschauer 1,50 Meter Abstand nach rechts, links, oben und unten einhalten müssen, werden aus den erlaubten 5000 Zuschauern schnell nur noch 1000“, sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, am Mittwoch.

Auf dieser Grundlage sollen die Landesregierungen konkrete Verordnungen erarbeiten. Die können von Land zu Land unterschiedlich aussehen. Die Regelung soll laut Bohmann bis zum 11. September gelten. Dann wird neu entschieden. „Derzeit sehe ich keine Differenzierung zwischen Outdoor und Indoor“, sagte Bohmann.

Die Begrenzung im Fußball auf 25 000 Zuschauer trotz unterschiedlicher Stadionkapazitäten scheine zunächst aus der Luft gegriffen, sei sie aber nicht, meinte der HBL-Geschäftsführer. „Es geht darum, Gedränge auf Zuwegungen, in Bahnen und Bussen zu vermeiden. Deshalb die einheitliche Größe.“

Patrick Reichelt

Christina Kuhaupt Claudia Bernhard