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OECD: Deutscher Arbeitsmarkt widersteht Corona-Krise

09:48
07.07.2021
Der deutsche Arbeitsmarkt hat die Covid-19-Krise der Industriestaaten-Organisation OECD zufolge bisher „sehr gut“ überstanden. Beschäftigungsverluste während der Pandemie seien moderat ausgefallen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris mit.

Die Arbeitslosigkeit in der größten Volkswirtschaft der Eurozone sei vergleichsweise wenig gestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug im Juni nach früheren Angaben der Bundesagentur für Arbeit 5,7 Prozent. In Deutschland habe es vor und während der Krise weniger Arbeit aus dem Homeoffice gegeben als in anderen vergleichbaren OECD-Staaten, berichtete die Organisation.

Sie warnte vor längerfristigen Folgen der Krise für den internationalen Arbeitsmarkt. Ende 2020 seien binnen Jahresfrist in den 38 Mitgliedsländern rund 22 Millionen Jobs weggefallen. Weltweit seien es sogar rund 114 Millionen Jobs gewesen. Es werde nicht gelingen, bis Ende nächsten Jahres bei der Beschäftigung innerhalb der OECD wieder auf den Stand von vor der Krise zu kommen. Zur OECD gehören wichtige Industriestaaten wie die USA, Japan oder Deutschland.

Malte Bürger

Corona-Infektionen in Olympia-Stadt Tokio steigen weiter

08:58
07.07.2021
Keine drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele sind die Corona-Neuinfektionen in Tokio auf den höchsten Stand seit fast zwei Monaten gestiegen. Die Stadtverwaltung meldete am Mittwoch 920 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das ist der höchste Stand seit dem 13. Mai, als die Olympiastadt 1010 Neuinfektionen verzeichnet hatte. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen seit nunmehr 18 Tagen jeweils über dem Wert des gleichen Tages der Vorwoche. Dies schürt die Sorge bei vielen Menschen, die befürchten, dass die Spiele zu einem Superspreader-Event werden könnten. Die Verantwortlichen beteuern jedoch, dass alles „sicher“ sein werde.

Tokio befindet sich derzeit noch bis zum 11. Juli in einem Quasi-Notstand, nachdem am 20. Juni der Notstand mit strengeren Regeln nach rund zwei Monaten aufgehoben worden war. Seither verzeichnet Tokio jedoch wieder zunehmende Neuinfektionen. Die Regierung erwägt daher nun, den Quasi-Notstand um einen Monat zu verlängern, womit er während der Olympischen Spiele in Kraft wäre.

Voraussichtlich an diesem Donnerstag wollen Japans Organisatoren laut Medienberichten mit der Zentralregierung, der Stadtverwaltung von Tokio sowie dem Internationalen Olympischen und dem Paralympischen Komitee zur weiterhin strittigen Frage der Zulassung von Zuschauern bei den Spielen zusammenkommen. Dabei werde voraussichtlich entschieden werden, neben der Eröffnungszeremonie im Olympiastadion auch einen Teil der Wettkämpfe unter Ausschluss von Zuschauern abzuhalten. Laut einem japanischen Zeitungsbericht werden möglicherweise nur VIPs wie Mitglieder des IOC, Sponsoren und ausländische Würdenträger der Eröffnungsfeier beiwohnen dürfen.

Malte Bürger