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Berliner DRK-Präsident wirbt für Impfterminschwänzer-Abgabe

08:25
03.07.2021
Mario Czaja, Präsident des Berliner Roten Kreuzes (DRK), wirbt dafür, Impfterminschwänzer zur Kasse zu bitten. Wer etwa seinen Termin für die Zweitimpfung in einem der Impfzentren ohne Absage verstreichen lasse, könne mit einer Strafzahlung von 25 bis 30 Euro belegt werden, schlug Czaja im Interview mit dem RBB vor. Das sei teilweise auch bei niedergelassenen Ärzten gängige Praxis.

„Wir erleben leider seit einigen Wochen, dass zunehmend Menschen sich nicht abmelden, obwohl sie einen Termin in den Impfzentren haben. Das ist ziemlich unsolidarisch denen gegenüber, die schneller einen Termin haben wollen“, findet der DRK-Präsident. Inzwischen würden seinen Angaben nach fünf bis zehn Prozent der Termine nicht wahrgenommen.

Patrick Reichelt

Hausärzte: Großer Mehraufwand wegen Stiko-Empfehlung zu Astrazeneca

07:21
03.07.2021
Die Hausärzte beklagen, dass die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Kreuzimpfung mit Astrazeneca sie vor enorme Herausforderungen stellt. „Patientinnen und Patienten sind verunsichert, erfragen, welchen Impfstoff sie nun bei der Zweitimpfung erhalten werden und wollen auch ihren Termin entsprechend vorziehen. Für sie macht es natürlich - gerade mit Blick auf die anstehenden Sommerferien - einen großen Unterschied, ob sie neun bis zwölf Wochen auf ihre Zweitimpfung warten oder nur vier“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Die Anpassung der Empfehlung habe bereits am ersten Tag in vielen Praxen für einen „enormen Mehraufwand“ gesorgt.

Die Impfkommission hatte am Donnerstag überraschend mitgeteilt, dass Menschen, die eine erste Dosis des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie den von Biontech oder Moderna erhalten sollen.

Natürlich sei es Aufgabe der Wissenschaft, Empfehlungen dem aktuellen Erkenntnisstand anzupassen, sagte Weigeldt. „Das spricht aber nicht gegen eine klare Kommunikation und die frühzeitige Einbindung derer, die letztlich die Empfehlungen umsetzen. Wenn wir ins Schlingern kommen, dann auch die gesamte Impfkampagne.“

Patrick Reichelt

Hamburger Polizei setzt Alkoholverbot im Stadtpark durch

06:57
03.07.2021
Die Hamburger Polizei hat am Freitagabend das Alkoholverbot im Stadtpark wie angekündigt konsequent umgesetzt. In der Spitze seien etwa 300 Menschen im Stadtpark gewesen, doch mit Beginn der Kontrollen wegen des Alkoholverbots um 21.00 Uhr habe sich der Park recht schnell geleert. Kurz vor Mitternacht sprach ein Polizeisprecher von einer „absoluten Null-Lage“, es seien keine Menschen mehr dort.

An den vergangenen Wochenenden hatte die Polizei den Stadtpark mehrfach geräumt. Mehrere hundert überwiegend junge Männer hatten nach Angaben von Innensenator Andy Grote (SPD) nicht nur gegen Corona-Regeln verstoßen, sondern auch Straftaten wie Körperverletzungen, Landfriedensbruch und Sexualdelikte begangen. Polizeipräsident Ralf Martin Meyer hatte daher für dieses Wochenende scharfe Kontrollen angekündigt und gesagt: „Gerade gegen diese Krawallmacher werden meine Kolleginnen und Kollegen eine klare Kante zeigen.“

In den Nächten zum Samstag und Sonntag gilt in der 150 Hektar großen Grünanlage von 21.00 bis 6.00 Uhr ein Alkoholverbot. Das heißt, Besucher dürfen Bier und Wein weder trinken noch dabei haben. So mussten etliche Partywillige am Freitagabend ihre angebrochenen Getränke ausschütten und sich mit mitgebrachten Bierkisten auf den Heimweg machen.

Patrick Reichelt