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20210701202001
Kapitel

Donnerstag, 1. Juli

Das war am Donnerstag, 1. Juli, wichtig

20:19
01.07.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Wer in Bremen seine Erstimpfung mit Astra-Zeneca erhalten hat, soll jetzt die Zweitimpfung mit den Vakzinen von Biontech oder Moderna erhalten. So soll der Schutz gegen die Delta-Variante erhöht werden.
  • Die Inzidenz in Bremen ist leicht auf 6,2 (Vortag: 6,5) gesunken, in Bremerhaven erneut gestiegen. Nach einem Wert von 3,5 am Mittwoch betrug er nun 4,4. Insgesamt gab es im Land Bremen neun Neuinfektionen und einen weiteren Todesfall.
  • Die Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen ist am Donnerstag weiter gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sank der Wert auf 2,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am Mittwoch lag der Wert bei 3,0.
Deutschland und die Welt:
  • Der Europadirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO warnte vor einer neuen Welle von Corona-Infektionen. Bei einer Pressekonferenz sagte Hans Kluge, dass die Zahl der Infizierten in Europa in der vergangenen Woche wieder um zehn Prozent gestiegen sei.
  • Mindestens jede zweite Corona-Ansteckung in der laufenden Woche dürfte nach Schätzung des Robert Koch-Instituts bereits auf die ansteckendere Delta-Variante zurückgehen. Es sei damit zu rechnen, dass die in Indien entdeckte Mutante derzeit „mindestens die Hälfte aller Neuinfektionen ausmacht“.
  • Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat angesichts der Delta-Variante des Coronavirus vor Panikmache gewarnt. „Ich halte die Debatte derzeit für in Teilen fast schon hysterisch“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche hatte der Wert bei 1008 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,1 an (Vortag: 5,2; Vorwoche: 6,6).

Jan-Felix Jasch

Dänemark spendet Balkanländer eine Million Impfdosen

20:04
01.07.2021
Dänemark spendet eine Million Impfdosen des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca an westliche Balkanländer. Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Nordmazedonien hätten einen großen Bedarf an Impfstoffen, sagte der dänische Außenminister Jeppe Kofod am Donnerstag laut einer Mitteilung. „Der westliche Balkan ist Teil unserer Nachbarschaft, und wir haben ein großes gemeinsames Interesse daran, zusammenzustehen - auch im Kampf gegen die Pandemie.“

Eine weitere Million Dosen sollten nach Nordafrika und das internationale Impfprogramm Covax geschickt werden. Die Spenden bestehen aus Impfstoffen, die Dänemark gekauft und bezahlt hat, die aber noch nicht geliefert wurden. Dänemark hat den Astrazeneca-Wirkstoff aufgrund seltener Nebenwirkungen aus seinem Impfprogramm genommen.

Malte Bürger

Kroatien ändert Corona-Einreiseregeln - Stau an Grenze zu Ungarn

19:48
01.07.2021
Das Urlaubsland Kroatien hat am Donnerstag überraschend und ohne Vorankündigung die coronabedingten Einreisebestimmungen verschärft. Bislang konnten Bürger aus EU-Staaten mit niedrigen Ansteckungsraten, darunter Deutschland, ohne Auflagen und Einschränkungen nach Kroatien fahren.

Seit Donnerstag verlangen jedoch die Grenzbeamten von allen Reisenden das neue, EU-weit gültige Corona-Zertifikat („Grüner Pass“), unabhängig davon, woher sie kommen. Akzeptiert werden aber auch noch die von den einzelnen Ländern ausgestellten Bescheinigungen, die belegen, dass der Betroffene geimpft, genesen oder getestet ist, teilte die kroatische Polizei auf ihrer Webseite mit.

Wegen der verstärkten Grenzkontrollen kam es am Autobahngrenzübergang Gorican an der Grenze zu Ungarn am Donnerstag zu Staus. Nach Angaben der ungarischen Polizei mussten Reisende zwei bis drei Stunden auf die Grenzabfertigung warten. Der Autobahnabschnitt wird auch von Tschechen, Polen und Slowaken genutzt, die über Ungarn nach Kroatien fahren.

Malte Bürger