Letztes Update:
20210701115929

Lauterbach: Auffrischungsimpfungen von Delta-Verbreitung abhängig

07:36
01.07.2021
Im Falle einer weiteren Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hält SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach Auffrischungsimpfungen für unumgänglich. „Sobald Fälle beobachtet werden, bei denen es trotz zweifacher Impfung zu einer Ansteckung zum Beispiel mit der gefährlichen Delta-Variante und auch zu schweren Krankheitsverläufen kommt, wird man zur Booster-Impfung (Wiederholungsimpfung) aufrufen“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). „Dann könnte eine Alarmstimmung herrschen.“

Derzeit sei allerdings noch nicht sicher, ob sich die Delta-Variante „gegen die Impfungen durchsetzen“ werde, fügte Lauterbach hinzu. „Deswegen kann man derzeit noch nicht zu den Auffrischungsimpfungen aufrufen. Dafür fehlt noch das Wissen.“

Es könne durchaus sein, dass in sechs Monaten erste Auffrischungsimpfungen für diejenigen notwendig würden, die bereits zu Beginn dieses Jahres immunisiert wurden, sagte Lauterbach. „Deren Impfung liegt dann ja schon ein Jahr zurück.“ Und es betreffe vor allem die Gruppe mit den höchsten Risiken. Die dafür notwendigen Impfstoffkapazitäten seien verfügbar.

Jan-Felix Jasch

Braun kündigt leicht zugängliche Impfangebote für Studenten an

06:58
01.07.2021
Im Kampf gegen die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus nimmt die Politik verstärkt die jüngere Generation in den Blick. Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) sagte den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft sowie der „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstag): „Zwischen Bund und Ländern haben wir beispielsweise abgesprochen, zum Semesterstart an den Universitäten leicht zugängliche Impfangebote zu machen.“

Braun setzt zudem darauf, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre bisherige Zurückhaltung bei der Impfempfehlung für Jugendliche aufgibt. „Aufgrund der weiteren Erfahrungen mit den Impfkampagnen in anderen Ländern, etwa den USA, bei den 12- bis 15-Jährigen hoffe ich, dass wir vielleicht zu einer breiteren Empfehlung für Kinder ab 12 Jahren durch die Ständige Impfkommission kommen.“

Die Stiko hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei.

Jan-Felix Jasch