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EU-Kommission nennt fünf vielversprechende Corona-Medikamente

16:38
29.06.2021
Die EU-Kommission hat fünf Medikamente vorgestellt, mit denen bald Covid-19-Erkrankungen behandelt werden könnten. Die Kandidaten seien bereits weit in der Entwicklung und könnten schon im Oktober zugelassen werden, teilte die Brüsseler Behörde am Dienstag mit. Bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA laufen derzeit enstprechende Verfahren für die Medikamente.

Vier der Mittel enthalten sogenannte monoklonale Antikörper. Diese werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen. Ein weiteres Medikament mit dem Namen Olumiant reduziert die Aktivität des Immunsystems und soll eigentlich gegen Rheuma helfen. Die Hoffnung ist, dass die entzündungshemmende Wirkung auch bei schweren Covid-19-Verläufen hilft.

Das Bundesgesundheitsministerium hatte im Januar für 400 Millionen Euro Antikörpermittel eingekauft. Noch werden sie jedoch nur im Einzelfall und beim Risiko eines besonders schweren Verlaufs verabreicht. Studienergebnisse hatten zuvor darauf hingewiesen, dass eine Therapie im frühen Krankheitsstadium die Viruslast verringern könnte.

Zuletzt hatte es jedoch auch Berichte gegeben, wonach die Medikamente alleine gegen Virus-Varianten nicht mehr wirksam seien. In den USA etwa wurde dem Mittel Bamlanivimab die Notfallzulassung für die alleinige Anwendung entzogen. Deutschland will auf eine Kombination der Wirkstoffe setzen. Auch in der Liste der EU-Kommission sind zwei kombinierte Wirkstoffe enthalten (Bamlanivimab und Etesevimab sowie Casirivimab und Imdevimab). Außerdem sind die Mittel Regdanvimab und Sotrovimab im engeren Kreis für eine Zulassung.

Michael Rabba

Moderna: Impfstoff regt Immunantwort gegen Delta-Variante an

16:07
29.06.2021
Der Impfstoff von Moderna regt nach Angaben des US-Herstellers auch eine Immunantwort gegen die zuerst in Indien aufgetretene Corona-Variante Delta (B.1.617.2) an. Labor-Untersuchungen mit Blut von Geimpften hätten den Effekt zudem bei mehreren anderen Varianten gezeigt, teilte das Unternehmen am Dienstag in Cambridge mit. Es habe bei Delta nur eine „geringfügige Reduktion der neutralisierenden Titer“ gegeben. Die Untersuchungen basierten auf Blutproben von acht Teilnehmern, entnommen eine Woche nach der zweiten Impf-Dosis. Die Ergebnisse sind noch nicht von anderen Wissenschaftlern geprüft worden. Eine nachweisbare Immunantwort bei einem Geimpften ist nicht zwingend gleichbedeutend mit einem tatsächlichen Schutz vor einer Infektion.

Vor rund zwei Wochen war bereits eine Studie veröffentlicht worden, der zufolge auch der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer vor der Delta-Variante schützt. Vorherige Studien und Datenerfassungen hatten ähnliche Ergebnisse erbracht. Beide Hersteller arbeiten derzeit auch an Booster-Dosen, die noch zielgerichteter an die Varianten angepasst sein sollen.

Michael Rabba

13 neue Corona-Infektionen im Land Bremen

15:07
29.06.2021
Land Bremen gibt es 13 neue Corona-Infektionen und damit jetzt 27.439 insgesamt bestätigte Fälle. Die Zahl der aktiven Infektionen ist um vier auf 91 gestiegen. 26.863 (+8) Menschen gelten als genesen, teilt das Gesundheitsressort weiter mit. Zu beklagen gibt es einen weiteren Todesfall, insgesamt sind damit 485 Menschen im Land Bremen an oder in Folge einer Corona-Infektion gestorben.  
Auf Bremerhaven entfallen davon 4 (-2) aktive Infektionen, 4.528 (+0)  insgesamt bestätigte Fälle, 4.420 (+2) Genesene und 104 (+0) Verstorbene. 

Michael Rabba