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60 000 Besucher bei EM-Finale aus Sicht von Freitag unverantwortlich

11:14
23.06.2021
Die geplante Zulassung von 60 000 Zuschauern beim Endspiel der Fußball-Europameisterschaft in London stößt bei der deutschen Sportpolitikerin Dagmar Freitag (SPD) auf Ablehnung. Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses sagte dazu am Mittwoch im TV-Sender Phoenix: „Wenn ich sehe, in welchem Ausmaß die Delta-Variante im Moment in Großbritannien grassiert, halte ich eine Entscheidung, ein Stadion mit 60 000 Zuschauern zu füllen, für schlichtweg unverantwortlich.“

Die britische Regierung und die Europäische Fußball-Union UEFA hatten sich am Dienstag darauf geeinigt, für die beiden Halbfinals sowie dem Endspiel im Wembley-Stadion 75 Prozent der Zuschauer-Kapazität auszuschöpfen. Damit dürfen mehr als 60 000 Fans zu den drei Partien am 6., 7. und 11. Juli kommen. Zuvor war die Zahl der Zuschauer auf 40 000 begrenzt worden.

Freitag verwies mit Blick auf den Final-Spielort London darauf, dass es Alternativen gebe. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) habe gesagt, dass München als Alternativ-Standort zur Verfügung stehen würde.

Patrick Reichelt

Italiens Premier warnt vor Rückschlägen im Kampf gegen Corona

09:57
23.06.2021
Italiens Regierungschef Mario Draghi hat davor gewarnt, dass neue Virusvarianten die Corona-Lockerungen und den Neustart der Wirtschaft ausbremsen könnten. Zwar habe sich die Infektionslage in dem Mittelmeerland stark verbessert, sagte Draghi am Mittwoch im Parlament in Rom. Zugleich mahnte er aber besonders wegen der ansteckenderen Delta-Variante zu Vorsicht und mehr Tempo bei der Impfkampagne. „Wir müssen besonders die Entstehung und die Verbreitung neuer und gefährlicher Varianten unter Kontrolle halten, die die Pläne zur Wiedereröffnung verlangsamen und den Konsum und die Investitionen drosseln könnten“, sagte der frühere Zentralbankchef vor der Abgeordnetenkammer, dem größeren Haus im Zwei-Kammern-Parlament.

In Italien verbessern sich die Corona-Zahlen seit Wochen. Am Montag soll in den sogenannten Weißen Zonen des Landes mit 60 Millionen Einwohnern die grundsätzliche Pflicht zum Tragen einer Corona-Maske im Freien entfallen. Allerdings müssen die Menschen den Mund-Nasen-Schutz stets bei sich tragen, wie aus einem Dekret hervorgeht, das Gesundheitsminister Roberto Speranza am Dienstagabend unterschrieben hat. Wenn Abstände im Freien nicht eingehalten werden können, müssen die Menschen die Maske wieder aufsetzen.

Fast ganz Italien gehört aktuell zur Weißen Zone mit den lockersten Corona-Regeln. In öffentlichen Innenräumen wie Läden, Museen, Bahnen und Zügen herrscht aber weiter zumeist eine Maskenpflicht. Das Land zählte am Dienstag 835 Neuinfektionen binnen eines Tages.

Patrick Reichelt

Fast jeder Dritte in Deutschland vollständig geimpft

09:25
23.06.2021
Fast jeder dritte Mensch in Deutschland ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervor (Stand: 10.37 Uhr). Demnach wurden am Dienstag 1 003 690 Impfdosen verabreicht. Rund 43 Millionen Menschen (51,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung bekommen, 26,9 Millionen (32,4 Prozent) sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 58,5 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Zehn weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 45,8 Prozent. Das Saarland zählt mit 39 Prozent den höchsten Anteil an vollständig Geimpften. Brandenburg ist mit 30 Prozent am Ende der Rangliste.

Die Impfkampagne gegen den Erreger Sars-CoV-2 hat in Deutschland Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft. Mittlerweile können sich Menschen unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste um einen Termin bemühen.

Patrick Reichelt