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Spanien erleichtert Einreise von Deutschen aus 14 Bundesländern

20:21
18.06.2021
Die meisten Touristen aus Deutschland müssen ab Montag keinen negativen Corona-Test mehr vorlegen, um in Spanien auf dem Luft- oder Seeweg einzureisen - selbst wenn sie ungeimpft sind. Bis auf Baden-Württemberg und das Saarland wurden nämlich alle deutschen Bundesländer wegen der niedrigen Infektionszahlen von der spanischen Liste der Risikogebiete gestrichen, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Freitag mitteilte.

Bewohner der 14 Bundesländer dürfen ab Montag ohne Einschränkung einreisen. Sie müssen aber weiterhin ein Onlineformular ausfüllen und erhalten einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist.

Reisende mit Wohnsitz in Baden-Württemberg und im Saarland müssen derweil bei der Einreise weiterhin einen negativen PCR- oder Antigentest vorlegen oder den Nachweis erbringen, dass sie mindestens seit 14 Tagen vollständig geimpft sind oder dass die Genesung von einer Covid-19-Erkrankung nicht länger als 180 Tage zurückliegt. Kinder unter zwölf Jahren sind davon ausgenommen.

Die Neuregelung gilt vorerst für eine Woche, bis Mitternacht des 27. Juni. Die Liste der Risikogebiete wird von Spanien einmal wöchentlich aktualisiert. Ohne Einschränkungen dürfen bereits seit Ende Mai in Spanien Urlauber aus zehn Ländern mit besonders guter Corona-Lage einreisen: Großbritannien, Israel, Japan, Australien, Neuseeland, Singapur, Südkorea, Thailand, China und Ruanda. In den Genuss dieser Lockerungen kommen seitdem auch die Bürger der asiatischen Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao.

Max Seidenfaden

Biden ruft zu Impfungen auf - Delta-Variante verbreitet sich in USA

20:04
18.06.2021
 Angesichts sinkender Coronavirus-Impfraten und des Vormarschs der aggressiven Delta-Variante hat US-Präsident Joe Biden die Amerikaner eindringlich zur Impfung aufgerufen. „Es ist eine Variante, die leichter übertragbar, potenziell tödlich und besonders für junge Menschen gefährlich ist“, sagte Biden am Freitag im Weißen Haus. „Lassen Sie sich impfen.“ Biden hat als Ziel ausgegeben, dass bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli rund 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollen. Bisher liegt diese Rate bei etwas über 65 Prozent. Biden sagte auf Nachfrage, angesichts der verbreiteten Impfungen gehe er nicht davon aus, dass es noch einmal zu einem Lockdown kommen werde.

Die Direktorin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, sagte am Freitag dem Sender ABC, sie rechne damit, dass die erstmals in Indien identifizierte Delta-Variante vermutlich auch die vorherrschende Coronavirus-Art in den USA werde. Anlass für Bidens Auftritt war, dass seit seinem Amtsantritt vor 150 Tage mehr als 300 Millionen Impfungen verabreicht wurden. Seit Beginn der Kampagne noch unter Biden-Vorgänger Donald Trump wurden den rund 330 Millionen Menschen in den USA nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC insgesamt mehr als 316 Millionen Dosen gespritzt. Seit dem Höhepunkt der Impfungen im April sinkt deren Zahl allerdings. Zuletzt wurden im Wochenschnitt pro Tag weniger als eine Million Dosen verabreicht.

Biden sagte, die Zahlen der Toten und der Krankenhauspatienten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung seien in jenen Gegenden deutlich gesunken, in denen sich viele Menschen hätten impfen lassen. In Regionen mit wenigen Impfungen gingen diese Werte dagegen nicht nach unten oder nähmen sogar zu. Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 600 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Biden stellte den Amerikanern einen „Sommer der Freiheit“ in Aussicht, wenn sie sich impfen ließen.

Max Seidenfaden