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20210618121928

Spahn dringt auf EU-Lösung für Impfstoff-Anerkennung bei Reisen

12:19
18.06.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt auf eine zügige Verständigung für den Umgang mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen bei Reisen innerhalb der Europäischen Union. „Leider haben wir dazu noch keine EU-einheitliche Vorgehensweise“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Dies sei ein Problem für einen Raum des freien Reisens. „Wenn wir es nicht schaffen, es jetzt zeitnah auf EU-Ebene zu lösen, werden wir für Deutschland eigene Definitionen vornehmen müssen, welche Impfstoffe wir als gleichwertig anerkennen.“ Dabei gehe es neben dem Schutz vor Covid-19 um die Frage, wie sehr damit auch Infektionen reduziert würden.

Zu klären sei außerdem auch, inwiefern alle Mitgliedsstaaten davon ausgingen, dass man eine vollständige zweite Impfung haben soll und nicht nur eine erste. Zudem gehe es darum, wann Nachimpfungen nötig seien, damit ein Impfpass gültig bleibe, erläuterte Spahn. Für Menschen aus Staaten außerhalb der EU soll bei der Einreise nach Deutschland ab dem 25. Juni laut Bundesinnenministerium gelten, dass nicht alle weltweit verfügbaren Impfstoffe anerkannt werden.

Spahn hob erneut die zügige EU-weite Verständigung auf digitale Impfnachweise hervor. In Deutschland seien inzwischen 18,3 Millionen Zertifikate erstellt worden. Er betonte, das beim Ausstellen und auch beim Vorzeigen auf dem Smartphone jeweils die Identität kontrolliert werden müsse. Das gelte digital wie auch in der analogen Welt mit den weiterhin gültigen gelben Impfheften auf Papier. Wenn es hierbei Zweifel gebe, müsse dem nachgegangen werden.

Malte Bürger

Griechenland und fast ganz Frankreich nicht mehr auf Risikoliste

11:57
18.06.2021
Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag Griechenland, fast ganz Frankreich, die Schweiz und Belgien von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

Erleichterungen bei Einreisen nach Deutschland

11:13
18.06.2021
Die Bundesregierung erleichtert ab dem Wochenende Einreisen für weitere Bürger aus Nicht-EU-Ländern. Angesichts gesunkener Infektionszahlen würden Einreisen „zu allen zulässigen Aufenthaltszwecken einschließlich Tourismus“ aus den USA, Taiwan, Hongkong, Macau, Albanien, Serbien, Nordmazedonien und dem Libanon ab Sonntag zugelassen, teilte das Bundesinnenministerium am Freitag mit.

Damit werde die Liste der Drittstaaten, aus denen unbeschränkt nach Deutschland eingereist werden könne auf insgesamt 15 Länder erweitert. Auf der Liste standen bereits Australien, Israel, Japan, Neuseeland, Singapur, Südkorea und Thailand. Wer seinen Wohnsitz in einem dieser Staaten habe, dürfe auch ohne wichtigen Reisegrund und unabhängig von seinem Impfstatus einreisen, heißt es weiter. Personen aus anderen Drittstaaten dürfen laut Innenministerium nur nach Deutschland einreisen, „wenn sie eine wichtige Funktion ausüben“, wenn ihre Reise „zwingend notwendig ist“ oder wenn sie vollständig geimpft sind.

Malte Bürger

Merkel mahnt zur Vorsicht bei Corona-Lockerungen

10:28
18.06.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für einen vorsichtigen Kurs in der Corona-Krise ausgesprochen. „Wir wollen nicht diese dauernden ,Rein und Raus in die Kartoffeln'", sagte Merkel bei der Nationalen Luftfahrtkonferenz im brandenburgischen Schönefeld. Sie verwies auf Großbritannien, wo angekündigte Lockerungen verschoben wurden, weil sich dort die sogenannte Delta-Variante des Virus ausbreitet. „Wir müssen einfach Schritt für Schritt und vorsichtig vorgehen“, sagte Merkel in einem öffentlichen Video-Gespräch mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr.