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Bericht: Mallorca will Öffnung der Discos ab Mitte Juli zulassen

13:48
12.06.2021
Auf der Party-Insel Mallorca wird das Leben immer normaler: Diskotheken, Pubs und andere Nachtlokale sollen gegen Mitte Juli im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage sowohl auf der liebsten Insel der Deutschen als auch auf den anderen Balearen wieder öffnen dürfen, wie die Zeitung „Diario de Mallorca“ am Samstag unter Berufung auf die Regionalregierung in Palma berichtete.

Die Wiedereröffnung der Vergnügungslokale solle nach den Plänen Palmas um den 17. Juli herum passieren. Die endgültige Entscheidung solle aber erst nach einem siebentägigen Pilotprojekt Anfang Juli fallen. „Diario de Mallorca“ zitierte Regionalpräsidentin Francina Armengol mit den Worten, das Nachtleben solle auf den spanischen Mittelmeer-Inseln „eher früher denn später“ reaktiviert werden.

Diese Pläne seien das Ergebnis eines Treffens von Armengol und anderen Politikern mit Vertretern der Branche. Es sei relativ sicher, dass das Tanzen im Inneren der Lokale prinzipiell gestattet werden solle. In einer ersten Etappe würden alle Lokale allerdings spätestens um 3 Uhr schließen müssen. Zudem werde es mehrere Regeln geben, etwa die Beachtung eines Sicherheitsabstandes zu fremden Personen und der Maskenpflicht in bestimmten Situationen.

Tanz- und andere nächtliche Vergnügungslokale bleiben in Spanien zum größten Teil bereits seit dem Corona-Lockdown von März 2020 geschlossen. Aufgrund der Einschränkungen warfen allein auf den Balearen laut Studien die Betreiber von mindestens 500 der insgesamt 1500 Geschäfte des Sektors endgültig das Handtuch.

Max Seidenfaden

Wieder deutlich mehr Corona-Neuinfektionen in Moskau

13:11
12.06.2021
 Die russische Hauptstadt Moskau verhängt aus Sorge vor weiter steigenden Corona-Zahlen neue Beschränkungen. Am Samstag meldeten die Behörden 6700 Neuinfektionen - der höchste in diesem Jahr gemessene Wert binnen eines Tages. Bürgermeister Sergej Sobjanin erwartet den Höhepunkt spätestens im Juli. Auf eine solche Situation müsse in der 12-Millionen-Einwohner-Metropole reagiert werden, sagte er. Die kommende Woche solle deshalb für arbeitsfrei erklärt werden. Zudem müssten Bars, Restaurants und Diskotheken um 23.00 Uhr schließen. In Parks würden etwa Spiel- und Sportplätze geschlossen.

Sobjanin warb einmal mehr für Corona-Impfungen. „Das ist sehr wichtig, besonders für ältere Menschen.“ Obwohl Russland mit seinen 146 Millionen Einwohner drei eigene Impfstoffe entwickelt hat, wollen sich viele Russen nicht impfen lassen. In Moskau gibt es seit Monaten kaum noch Beschränkungen. Zur Fußball-Europameisterschaft öffnete am Freitag eine Fanzone. Landesweit wurden am Samstag 13 500 Neuinfektionen gemeldet - so viele wie seit Februar nicht mehr.

Max Seidenfaden

Impfaktion von Hausarzt lockt bis zu 2000 Leute an

13:01
12.06.2021
Mit einem „offenen Impftag“ für Corona-Schutzimpfungen hat ein Hausarzt im hessischen Babenhausen einen Ansturm ausgelöst. Bereits vor dem Start der Aktion am Samstagmorgen um 8.00 Uhr hätten sich rund 1500 bis 2000 Menschen vor Ort eingefunden und sich in Warteschlangen eingereiht, sagte der Bürgermeister der südhessischen Stadt, Dominik Stadler (parteilos). Die Leute seien teils bereits am Vortag angereist und hätten vor der Praxis campiert.

Der Bürgermeister rief dazu auf, nicht mehr anzureisen, da es im Stadtgebiet bereits zu erheblichen Verkehrseinschränkungen komme und die vorgesehenen Parkplätze voll seien. Polizei und Ordnungsamt seien vor Ort, um die Verkehrssituation unter Kontrolle zu halten.

Nach Angaben Stadlers erhielten pro Stunde etwa 90 Menschen ihre Corona-Schutzimpfungen, da ein größeres Team die Impfungen durchführte. Um den Zustrom zu lenken sei ein Parkplatz eigens mit einer Art Parcours ausgestattet worden, so der Bürgermeister. Auch Harmonika-Spieler Norbert Herbert - Künstlername „Happy-Man“ - fand sich ein, um den Wartenden die Zeit mit einem Ständchen zu verkürzen. Manche von ihnen hatten sich Klappstühle, Hocker und Getränke mitgebracht. Nach Angaben eines Beobachters mussten einige Menschen nach ihrer Impfung wegen der Wärme mit Kreislaufproblemen behandelt werden.

Der Hausarzt hatte nach Angaben von Bürgermeister Stadler etwa eine Woche zuvor bekanntgegeben, dass er 1000 Impfdosen bestellt habe und diese am Samstag Impfwilligen ohne vorherige Registrierung verabreichen werde. Man habe von städtischer Seite von vornherein Bedenken zu den Plänen geäußert, weil die Befürchtung bestand, eine freie Vergabe der Impfungen könne zu einer schwierigen und „nicht steuerbaren“ Lage führen, sagte Stadler. Die Stimmung unter den Wartenden sei aber friedlich und gelöst, alle hielten sich an die Regeln. Dennoch werde man im Falle einer Wiederholung der Aktion nachsteuern.