Letztes Update:
20210610164634

Kapitän an Covid-19 gestorben? Schiff darf nicht anlegen

16:31
09.06.2021
Seine letzte Reise ist eine wahre Odyssee: Weil der Kapitän an Covid-19 gestorben sein könnte, ist der italienische Containerfrachter „Ital Liberia“ in den vergangenen Wochen an mehreren asiatischen Häfen abgewiesen worden. Nachdem Crewmitglieder bei der Abfahrt im südafrikanischen Durban bereits Anfang April positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, sollte die Mannschaft eigentlich in Jakarta in Quarantäne gehen, wie die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd mitteilte. Dann habe die Hauptreederei Evergreen jedoch mitgeteilt, dass der Kapitän gestorben sei.

Auch das italienische Außenministerium bestätigte, dass der Mann im April gestorben war. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Hapag-Lloyd teilte am Mittwoch mit, dass das Schiff nun auf dem Weg in die italienische Heimat sei. Jüngsten Daten des Schiffsortungsdienstes „vesselfinder.com“ zufolge befand sich die „Ital Libera“ zuletzt am Suezkanal.

Der fast 300 Meter lange Frachter mit einer Kapazität von rund 5000 Standardcontainern (TEU) pendelt üblicherweise zwischen China und Südafrika.

Inzidenzwert in Bremen sinkt auf 21,6

15:47
09.06.2021
Der Inzidenzwert in der Stadt Bremen beträgt aktuell 21,6, wie die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mitteilte. Am Dienstag hatte er bei 23,4 gelegen. In Bremerhaven stieg der Inzidenzwert dagegen an - von 11,4 auf 14,1.

Im Land Bremen wurden am Mittwoch 14 neue Corona-Infektionen registriert, die Zahl der insgesamt bestätigten Fälle stieg damit auf 27.289. Die Zahl der aktiven Infektionen sank um 60 auf 404. Insgesamt 26.408 (+72) Menschen gelten als genesen, die Zahl der an oder in Folge einer Corona-Infektion Gestorbenen liegt bei 477 (+2).

Auf Bremerhaven entfallen 104 (-35) akute Infektionen, 4520 (+5) insgesamt bestätigte Fälle, 4.314 (+40) Genesene und 102 (+0) Gestorbene.  Im Land Bremen müssen aktuell 30 Menschen stationär versorgt werden, davon zwölf auf Intensivstationen. Acht der intensivmedizinisch behandelten Personen müssen beatmet werden.

Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung

15:03
09.06.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung in der Corona-Krise. Die CDU-Politikerin sagte am Mittwoch, die Zahl der Arbeitslosen sinke, ebenso wie die Zahl der Kurzarbeiter. Die Konjunkturerwartungen seien besser geworden, im Einzelhandel zum Beispiel stiegen die Umsätze wieder. „Die derzeit deutlich sinkenden Infektionsraten machen Mut und zeigen, wie sehr unsere Maßnahmen und Verhaltensregeln wirken.“

Merkel äußerte sich in einer Grußbotschaft bei einem Festakt für den im März aus dem Amt geschiedenen langjährigen Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer.

Merkel sagte, die Unternehmen hätten mit Homeoffice und regelmäßigem Testen zu dem Erfolg ganz wesentlich beitragen. Gerade flächendeckende Tests seien für eine vorzeitige Erkennung und Unterbrechung der Infektionsketten von entscheidender Bedeutung. Hinzu komme die Impfkampagne, bei der nun nach und nach die Betriebsärzte einbezogen seien.

Die Kanzlerin ging außerdem auf die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ein. Im vergangenen Ausbildungsjahr sei die Zahl der Ausbildungsverträge vor dem Hintergrund der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Es müsse so schnell wie möglich gelingen, aus dem Negativtrend bei den Ausbildungsverträgen einen positiven Trend zu machen. Die Sicherung von Fachkräften sei ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Wirtschaft. Staat und Sozialpartner seien gemeinsam gefordert, Betriebe und Auszubildende besser zusammenzubringen.

Der Berliner Unternehmer Schweitzer war von 2013 bis 2021 DIHK-Präsident. Er dankte Merkel und Ministern für eine verlässliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sein Nachfolger ist seit Ende März der Unternehmer Peter Adrian. Adrian sagte, die Wirtschaft müsse Probleme ansprechen und dürfe Kontroversen nicht aussparen. Der DIHK sehe sich dem Bild des „ehrbaren Kaufmanns“ verpflichtet.