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20210608195556

Niedersachsen arbeitet an Lockerung der Kontaktbeschränkungen

13:24
08.06.2021
Die niedersächsische Landesregierung hat eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen in Arbeit, die mit der kommenden Corona-Verordnung ab dem 25. Juni greifen soll. Voraussetzung sei, dass der Rückgang der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter anhält, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Dienstag in Hannover. Die Details werden demnach gerade zwischen den Ministerien abgestimmt. Insbesondere gehe es um die Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich. Unwahrscheinlich sei, dass die Lockerungen noch vor dem Auslaufen der aktuellen Corona-Verordnung in Kraft treten. Die Auswirkungen der jüngsten Lockerungen auf die Infektionslage müsse abgewartet werden.

Michael Rabba

Überdurchschnittlich viele Todesfälle in Tschechien im April

12:19
08.06.2021
Trotz der seit Monaten laufenden Corona-Impfkampagne sind in Tschechien auch im April mehr Menschen gestorben als üblich. Es wurden rund 11 500 Todesfälle registriert und damit 27 Prozent mehr als im Schnitt der gleichen Monate der Jahre 2015 bis 2019. Dennoch sei es die geringste monatliche Übersterblichkeit seit Beginn der Herbst-Coronawelle gewesen, teilte die staatliche Statistikbehörde CSU am Dienstag in Prag mit. Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

In der Gruppe der über 80-Jährigen stieg die Sterblichkeit den Daten zufolge auf den Wert vor Beginn der Corona-Pandemie. Wie in Deutschland wurden in Tschechien die Ältesten zuerst gegen das Virus geimpft. Auch bei den über 70-Jährigen sei eine positive Entwicklung zu beobachten, hieß es. Generell seien mehr Männer als Frauen gestorben - besonders auffällig sei dies in der Gruppe der 60- bis 69-Jährigen.

Tschechien war besonders stark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen, zudem lief die Impfkampagne wie in vielen Ländern eher schleppend an. Seit Beginn der Pandemie starben knapp 30 200 Menschen, bei denen eine Infektion mit dem Erreger nachgewiesen wurde. Inzwischen hat sich die Lage sehr gebessert. Nach aktuellen Zahlen steckten sich innerhalb von sieben Tagen zuletzt nur noch 21 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus an.

Malte Bürger

Wegen Quarantäne: Britische Urlauber verlassen Portugal vorzeitig

11:47
08.06.2021
Etwa 27 000 britische Urlauber haben Portugal am Wochenende und am Montag angesichts einer neuen zehntägigen Pflicht zur Corona-Quarantäne in der Heimat verlassen. Das berichtete die Zeitung „Público“ am Dienstag unter Berufung auf den Präsidenten des Tourismusverbandes der Region Algarve im Süden des Landes. Viele hätten geklagt, dass sie ihre Ferien abkürzen und teure Ersatzflüge buchen mussten, berichtete die BBC. „Das Land erst auf die grüne Liste zu setzen und dann nach nur drei Wochen wieder zu streichen, ist einfach unglaublich“, zitierte die BBC eine Urlauberin nach der Ankunft am Flughafen London Gatwick.

Die britische Regierung hatte das beliebte Urlaubsland am Donnerstag nach nur drei Wochen wieder von der grünen Liste der Länder gestrichen, die ohne Quarantänepflicht bei der Rückkehr besucht werden dürfen. Die neue Regelung trat am Montag um 4 Uhr morgens britischer Zeit in Kraft. Die Regierung von Premierminister Boris Johnson hatte den von der Tourismusindustrie in beiden Ländern und Urlaubern kritisierten Schritt mit der Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der zuerst in Indien festgestellten Delta-Variante des Coronavirus und mit leicht steigenden Corona-Zahlen in Portugal begründet. Während die Delta-Variante in Großbritannien schon als vorherrschend gilt, wurden in Portugal bisher nur wenige Fälle registriert.

Noch im Januar hatte Portugal bezogen auf die Bevölkerungszahl zeitweilig die höchsten Infektionszahlen weltweit. Das Land ging in einen harten Corona-Lockdown und die Infektionszahlen sanken schnell. Zuletzt jedoch stiegen die Zahlen wieder leicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei rund 40 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche.

Malte Bürger