Letztes Update:
20210531062132
Kapitel

Sonntag, 30. Mai

Das war am Sonntag, 30. Mai, wichtig

17:57
30.05.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Gerade einmal zehn Corona-Neuinfektionen sind am Sonntag für das Land Bremen registriert worden. Es verteilen sich dabei jeweils fünf Fälle auf Bremen und Bremerhaven. Das hat zur Folge, dass die Inzidenzwerte in beiden Städten weiter sinken. Erstmals seit Anfang Mai hat die Seestadt dabei einen niedrigeren Wert vorzuweisen. In der Stadt Bremen liegt die Inzidenz nun bei 31,4 (Vortag: 31,7), in Bremerhaven bei 28,2 (Vortag: 31,7). 
  • In Bremen waren in der Nacht von Samstag auf Sonntag viele Menschen unterwegs. Laut Polizei kam es vermehrt zu Schlägereien, Sachbeschädigungen und Verstößen gegen die Corona-Ordnung. Insgesamt 150 Einsätze verzeichnete die Polizei für die eine Nacht.
  • Der Inzidenzwert in Niedersachsen ist erneut gesunken. Am Sonntag betrug er laut Robert Koch-Institut 23,1. Am Samstag hatte er bei 24,8 gelegen.

Deutschland und die Welt:
  • Bundesfinanzminister Olaf Scholz lehnt eine von der Wirtschaft geforderte frühzeitige Aufhebung der Homeoffice-Pflicht ab. Die Regelung solle bis Ende Juni beibehalten werden, sagte er der "Bild am Sonntag".
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3852 Corona-Neuinfektionen und 56 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gemeldet. Der bundesweite Sieben-Tage-Inzidenzwert sank von 37,5 auf 35,2. Alle Bundesländer liegen nun unter einem Inzidenzwert von 50.

Bund: Gesundheitsminister beraten über Betrugsverdacht

17:27
30.05.2021
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am Montag nach Angaben des Bundes über den Betrugsverdacht bei Corona-Teststellen beraten. Das sagte ein Sprecher von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Demnach ist für 8.00 Uhr eine Online- Schaltkonferenz angesetzt. Wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Tests ermitteln Behörden. Spahn hatte „stichprobenartig mehr Kontrollen“ angekündigt.

Malte Bürger

Ungeimpfte sollen für Konzert in den USA 55-fachen Preis zahlen

16:58
30.05.2021
Der Eintritt für ein Konzert im US-Bundesstaat Florida soll für vollständig Geimpfte nur 18 US-Dollar (15 Euro) kosten, für ungeimpfte Gäste hingegen 1000 Dollar. Der Veranstalter betonte, es gehe bei dem „Rabatt“ nicht darum, den Menschen vorzuschreiben, sich impfen zu lassen. „Falls jemand ungeimpft kommen will, wird er viele Gäste abschrecken und muss die Differenz zahlen“, hieß es. Die Punkrock-Band Teenage Bottlerocket wird demnach am 26. Juni in der Stadt St. Petersburg an der Golfküste auftreten.

Gäste, die Tickets zu dem reduzierten Preis kaufen, müssen beim Einlass ihren Impfnachweis der Gesundheitsbehörde CDC vorlegen, hieß es in der Beschreibung des Konzerts. Veranstalter Paul Williams sagte der „Washington Post“, er habe nach dem Bekanntwerden des Angebots zahlreiche Hassbotschaften und Drohungen von Impfgegnern erhalten.

Die unterschiedliche Preisgestaltung sei ein Fall von Diskriminierung, erklärte eine Sprecherin des Gouverneurs von Florida, Ron DeSantis, der Zeitung zufolge. Der Republikaner hatte jüngst ein Gesetz unterschrieben, das es Geschäften, Behörden, Schulen und Universitäten verbietet, von ihren Kunden, Schülern oder Studenten eine Impfung zu verlangen. Das Gesetz gilt erst ab Juli. Falls der „Rabatt“ für Geimpfte ein PR-Gag für das Konzert gewesen sein sollte, hat er sich ausgezahlt: Die billigeren Tickets für die relativ kleine Location waren am Sonntag bereits ausverkauft.

Malte Bürger