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20210523190702

Müller: 30 Prozent der Menschen in Entwicklungsländern impfen

17:52
23.05.2021
Die Vereinbarungen des „Welt-Gesundheitsgipfel“ der G20-Staten gehen Entwicklungshilfeminister Gerd Müller nicht weit genug. „Es kann nicht sein, dass einige Länder sich fünf oder acht Impfdosen pro Kopf gesichert haben, während in Afrika derzeit nur zwei Prozent der Menschen eine Chance haben, geimpft zu werden“, sagte der CSU-Politiker der „Welt am Sonntag“. Ziel müsse es bleiben, mindestens 30 Prozent der Menschen auch in Entwicklungsländern bis Anfang nächsten Jahres gegen Corona zu impfen.

Auf dem Gesundheitsgipfel in Rom hatte die EU versprochen, dem internationalen Impfprogramm Covax sowie Entwicklungs- und Schwellenländern bis Ende des Jahres mindestens 100 Millionen Corona-Impfdosen zu spenden. Die Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna sowie Johnson & Johnson sagten insgesamt rund 1,3 Milliarden Impfdosen zu.

Die Zusage der EU sei ein wichtiges Zeichen, so Müller. Dennoch fehlten 20 Milliarden Euro für Diagnostik, Therapeutika und Impfstoffe. Außerdem müsse die Produktion in Afrika und Lateinamerika ausgebaut werden.

Jan-Felix Jasch

Indische Bundesstaaten setzen Corona-Impfungen für Jüngere aus

17:37
23.05.2021
 Mehrere indische Bundesstaaten haben ihre Corona-Impfungen für 18- bis 40-Jährige aufgrund zu Neige gehender Vorräte vorläufig eingestellt. Dies teilten die zuständigen Behörden am Sonntag mit. Die Bundesstaaten, zu denen Chhattisgarh, Delhi, Karnataka, Maharashtra und Rajasthan gehören, gelten als besonders schwer betroffen von der heftigen zweiten Corona-Welle im südasiatischen Land.

In einigen Regionen hatten jedoch auch Menschen, die 45 Jahre oder älter sind, Probleme damit, ihre zweite Impfdosis zu erhalten. In Städten wie Delhi, Mumbai und Pune blieben einige Impfzentren geschlossen. Auf Aushängen war zu lesen, dass die Vorräte aufgebraucht seien.

Regierungsvertretern zufolge ist der Mangel an Impfdosen nur vorübergehend. Zwischen Juni und Dezember sollen demnach etwa 2 Milliarden Impfdosen zur Verfügung stehen. Einige Experten stellen diese Schätzungen jedoch infrage und weisen darauf hin, dass sich vier der Impfstoffe, auf die die Regierung ihre Prognosen stützt, noch in klinischen Phasen befinden. Die Kritik am Pandemie-Management der Regierung unter Premierminister Narendra Modi ist in den vergangenen Wochen lauter geworden.

Max Seidenfaden