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Verwirrung in Großbritannien über neue Corona-Reiseregeln

13:15
19.05.2021
Nach der Aufhebung eines generellen Verbots von Freizeitreisen in Großbritannien wächst der Unmut über die Regierung wegen widersprüchlicher Botschaften. Kritik kam unter anderem vom Verband der Fluggesellschaften Airlines UK, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Mittwoch berichtete. Geschäftsführer Tim Alderslade warnte vor „echtem Ärger“ bei den Mitarbeitern in der Tourismus-Branche und Verwirrung bei Urlaubern, die nach Ankündigung der Lockerungspläne bereits einen Urlaub gebucht hatten.

Seit diesem Montag sind Auslandsreisen aus nicht zwingenden Gründen in den meisten Teilen Großbritanniens wieder erlaubt. Trotzdem warnen nun Premierminister Boris Johnson und andere Regierungsmitglieder eindringlich vor Freizeitreisen.

In Großbritannien gilt ein Ampelsystem mit unterschiedlichen Regeln zur Quarantänepflicht bei der Rückkehr. Portugal steht als einziges EU-Land auf einer sehr überschaubaren grünen Liste von Ländern, bei denen Rückkehrer nicht in Quarantäne müssen. Die anderen beliebten Reiseziele in Europa wie Spanien, Italien und Griechenland stehen genauso wie Deutschland auf einer gelben Liste. Wer aus diesen Ländern zurückkehrt, muss mindestens fünf Tage in Quarantäne.

Nachdem Umweltminister George Eustice am Dienstag im BBC Radio gesagt hatte, dass auch Besuche von Familie und Freunden berechtigte Gründe für die Reise in Länder auf der gelben Liste seien, machte Johnson deutlich, nur dringende Gründe seien akzeptabel. Was genau er unter „dringend“ versteht, sagte der konservative Politiker aber nicht.

Malte Bürger

OECD: Corona könnte mittelfristig Einfluss auf Alkoholkonsum haben

12:27
19.05.2021
Die Corona-Pandemie hat sich einer Untersuchung zufolge auch auf die Trinkgewohnheiten vieler Menschen ausgewirkt. Erfahrungen aus früheren Krisen ließen vermuten, dass es mittelfristig eine Zunahme des problematischen Alkoholkonsums geben könnte, hieß in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit Sitz in Paris. „Erste Hinweise deuten darauf hin, dass die "neue Normalität", die durch die Pandemie verursacht wurde, erhebliche Auswirkungen auf unsere Lebensgewohnheiten hatte, einschließlich der Trinkgewohnheiten“, schreiben die Fachleute.

Zweifellos habe Covid-19 Menschen und Gemeinschaften auf der ganzen Welt erschüttert und die Voraussetzungen für langfristige physische und psychische Probleme geschaffen, hieß es weiter. Die Expertinnen und Experten sind der Ansicht, dass es eine Kombination politischer Maßnahmen im Kampf gegen schädlichen Alkoholkonsum braucht. Dazu zählten etwa Kommunikationskampagnen und Preispolitik, aber auch Ansätze, die sich direkt an Personen richten, die große Mengen Alkohol konsumieren.

Malte Bürger