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20210515151741

500 Impfdosen nach unterbrochener Kühlkette in Oldenburg unbrauchbar

15:17
15.05.2021
Wegen eine eineinhalbtägigen Unterbrechung der Kühlkette sind im Oldenburger Impfzentrum 500 Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer unbrauchbar geworden. Das teilte die Stadt Oldenburg am Samstag mit. Die Stadtverwaltung sprach von einem „schwerwiegenden Fehler“, der allerdings keine Auswirkungen auf die Impftermine habe. Der Impfstoff von Biontech muss bei hohen Minusgraden gelagert werden. Vor der Impfung werde er dann in einen Kühlschrank gelegt, um den Stoff langsam an höhere Temperaturen anzupassen. Dies sei aber nicht geschehen, sagte Stadtsprecher Reinhard Schenke. Der Impfstoff habe eineinhalb Tage bei Raumtemperatur gelagert und sei deshalb unbrauchbar geworden.

Michael Rabba

St. Petersburg offen für höhere Stadionauslastung bei Fußball-EM

13:48
15.05.2021
Bei den Spielen der Fußball-EM im russischen St. Petersburg könnten unter Umständen doch mehr Fans ins Stadion als zunächst gedacht. „Wir sind bereit, die Auslastung auf 75 Prozent zu erhöhen, wenn die epidemiologische Lage das zulässt“, sagte der Vize-Gouverneur Boris Piotrowski am Samstag der Staatsagentur Ria Nowosti. Zugesichert hat die Stadt, dass bei der in knapp einem Monat beginnenden EM jeder zweite Platz auf der Tribüne belegt werden darf.

In Russland gibt es anders als in Deutschland keinen Corona-Lockdown. Allerdings gelten Einschränkungen für öffentliche Veranstaltungen. So muss etwa bei Sportereignisse bislang jeder zweite Zuschauerplatz frei bleiben. Die Arena in St. Petersburg, die bereits Spielort der WM 2018 war, fasst knapp 70 000 Zuschauer. Ausgetragen werden sollen hier sechs Gruppenspiele und ein Viertelfinale.

Patrick Reichelt

Indische Variante: Kritik an Lockerungsplänen britischer Regierung

13:11
15.05.2021
Die britische Regierung ist wegen ihres Festhaltens an geplanten Öffnungsschritten trotz lokaler Ausbrüche der indischen Virus-Variante in dem Land in die Kritik geraten. Es sei „eine echte Sorge“, dass weite Teile der jüngeren Bevölkerung noch nicht geimpft sind, sagte der Public-Health-Experte der Ärztegewerkschaft BMA (British Medical Association) Richard Jarvis der Nachrichtenagentur PA zufolge. Jüngere Menschen seien durch ihre höhere Mobilität dem Risiko einer ansteckenderen Variante stärker ausgesetzt, so der Mediziner.

Von Montag an sollen im größten britischen Landesteil England wieder Treffen von bis zu sechs Personen in Privathaushalten möglich sein. Auch die Innengastronomie, Theater, Kinos und Museen dürfen wieder Gäste empfangen. Das, obwohl lokal begrenzt ein starker Anstieg an Infektionen durch die indische Virus-Variante B.1.617.2 verzeichnet wurde. Die Bundesregierung hatte das Land deswegen am Freitag wieder als Corona-Risikogebiet eingestuft. Insgesamt hat Großbritannien aber derzeit mit einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von rund 23 vergleichsweise nur wenige Fälle.

Die indische Variante ist nach Ansicht britischer Experten womöglich um bis zu 50 Prozent ansteckender als die bislang in dem Land vorherrschende Virus-Variante B.1.1.7. Sollte sich das bewahrheiten, könnte der Fahrplan für weitere Öffnungsschritte ins Stocken geraten, warnte Premierminister Boris Johnson am Freitag.

Eigentlich wollte Johnson am 21. Juni alle Corona-Maßnahmen in dem Land aufheben. Im besonders stark betroffenen Gebieten wie dem nordwestenglischen Bolton und dem Londoner Bezirk Hackney sollen Massentests helfen, die Ausbreitung einzudämmen. Zudem soll der Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung für über 50-Jährige landesweit von zwölf auf acht Wochen verkürzt werden.

Patrick Reichelt