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20210511164340

Experte: Riech- und Schmeckstörung durch Corona kann lange andauern

10:40
11.05.2021
Der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns aufgrund einer Corona-Infektion kann nach Angaben eines Experten monatelang anhalten. Bei 80 bis 95 Prozent der betroffenen Corona-Infizierten sei der Riech- und Geschmackssinn innerhalb von ein oder zwei Monaten wieder normal oder fast wieder normal, sagte der Mediziner Thomas Hummel der Deutschen Presse-Agentur. Bei 5 bis 20 Prozent aber dauere es länger. „Das geht dann über Monate oder Jahre“, sagte Hummel, der Leiter des Interdisziplinären Zentrums für Riechen und Schmecken am Universitätsklinikum Dresden ist. „Bei manchen aus dieser Gruppe kommt er auch gar nicht wieder.“

Plötzlich auftretende Riech- und Schmeckstörungen gelten nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie mittlerweile als eines der bekanntesten Symptome einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus. Viele Infizierte klagen darüber. Insgesamt könne man sagen, dass etwa 50 Prozent der Menschen mit einer Corona-Infektion eine Riech- oder- Schmeckstörung entwickelten, erklärte Hummel. Wahrscheinlich seien es sogar noch etwas mehr.

Max Seidenfaden

Weil wirbt für Lockerungen gekoppelt an Vorsicht und Tests

09:57
11.05.2021
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wirbt für den von der Landesregierung vorgelegten Stufenplan zur Lockerung der Corona-Beschränkungen. „Die Landesregierung hat immer wieder betont, sehr konsequent beim Infektionsschutz sein zu wollen, aber auch bewusst Möglichkeiten für Lockerungen zu nutzen“, sagte Weil am Dienstag im Landtag in Hannover. Dieser Zeitpunkt sei nun gekommen. Doch sei das Virus nach wie vor präsent. „Deswegen noch einmal: Wir müssen vorsichtig bleiben, wir können am Anfang nur kleine Schritte gehen. Wir müssen jeden dieser Schritte mit einem Netz von Sicherungen versehen.“

Dieses Sicherungsnetz sei die Teststrategie, die den seit Montag greifenden ersten Lockerungsschritten in Niedersachsen zugrunde liegt. Die einfach und kostenlos verfügbaren Bürgertests, ergänzt um Selbsttests unter Aufsicht, ermöglichten die Öffnungen von Schulen, Einzelhandel, Gastronomie und Tourismus. „Für wichtige Branchen - Hotellerie und Gastronomie, Veranstaltungswirtschaft und Kultur - sind es seit vielen Monaten wieder die ersten Perspektiven.“

Der am Montag vorgelegte Stufenplan sieht Lockerungen in Etappen vor, wenn sich die Infektionslage weiter positiv entwickelt. Es gibt drei Stufen: ein starkes Infektionsgeschehen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100, ein hohes Infektionsgeschehen mit einer Inzidenz zwischen 35 und 50 sowie ein erhöhtes Infektionsgeschehen zwischen 10 und 35. Betrachtet wird dabei die Infektionslage differenziert nach Landkreisen und Großstädten.

Max Seidenfaden

Weil verteidigt Tourismus-Öffnung zunächst nur für eigene Einwohner

09:41
11.05.2021
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Öffnung des Tourismus zunächst nur für die Einwohner des eigenen Bundeslandes verteidigt. Ziel der sogenannten Landeskinderregelung sei es, die Gästezahlen in dieser Anfangsphase noch sehr überschaubar zu halten, sagte Weil am Dienstag im Landtag in Hannover. Außerdem lägen die Länder, aus denen typischerweise viele Gäste nach Niedersachsen kommen, etwa 30 Prozent über den unterdurchschnittlichen niedersächsischen Infektionswerten. „In dieser allerersten Phase wollen wir deswegen das Risiko von Einträgen von außen noch beschränken.“ Vor allem aus Nordrhein-Westfalen kommen viele Urlauber nach Niedersachsen.

Weil stellte aber eine schnelle Öffnung des Tourismus für auswärtige Gäste in Aussicht. „Wir sind aber zuversichtlich, bereits mit der nächsten Verordnung Anfang Juni nach einer erfolgreichen Anfangsphase dann die Landeskinderregelung wieder aufheben zu können.“ Die IHK Niedersachsen (IHKN) hatte am Vortag ein Aufheben der Landeskinderregelung gefordert. Für viele Hoteliers seien Urlauber aus anderen Bundesländern überlebenswichtig.

Max Seidenfaden