Letztes Update:
20210507180027

England hebt striktes Reiseverbot Mitte Mai auf

18:00
07.05.2021
Nach mehr als vier Monaten striktem Ausreiseverbot dürfen die Menschen in England ab Mitte Mai unter strengen Auflagen wieder ins Ausland reisen. „Wir müssen sicherstellen, dass die Länder, mit denen wir uns wieder verbinden, sicher sind“, sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps, der die Lockerung ab dem 17. Mai am Freitag bestätigte.

Ein Ampelsystem bestimmt je nach Infektionslage einzelner Länder, welche Regeln bei der Einreise beziehungsweise Rückkehr nach England gelten. So müssen Rückkehrer und Einreisende aus „gelben Ländern“, zu denen zunächst auch Deutschland gehört, vor ihrer Einreise sowie am Tag zwei und acht nach ihrer Ankunft einen Test machen und sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Wer aus „roten Ländern“ einreist, muss sogar auf eigene Kosten für zehn Tage in ein Quarantäne-Hotel. Nur Einreisenden aus „grünen Ländern“ bleibt die Quarantäne erspart - auch sie müssen sich jedoch testen lassen. Zu Beginn gehören nur zwölf Länder zu jenen mit grünem Status, darunter Portugal, Israel, Island und Australien.

Die neuen Regeln gelten nur für England. Schottland, Wales und Nordirland, die ihre eigenen Corona-Maßnahmen machen, haben noch kein Datum für den Neustart internationaler Reisen bekanntgegeben.

Malte Bürger

Laschet: Möglichst im Juli allen Impfangebot machen

17:22
07.05.2021
Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hält ein Impfangebot für alle impfwilligen Menschen schon im Juli für möglich - zwei Monate früher als es Kanzlerin Angela Merkel in Aussicht gestellt hatte. „Ich halte es mit Blick auf die aktuellen Impfstofflieferung für möglich, dass wir das Ziel früher erreichen können“, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und CDU-Bundesvorsitzende der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Wenn „pragmatisch, strategisch und effektiv“ geimpft werde, „dann kann es auf jeden Fall klappen, dass das Versprechen der Kanzlerin nicht nur erfüllt, sondern übererfüllt wird“.

Der Ausgang des Kampfes gegen die Corona-Pandemie wird nach Einschätzung Laschets auch Einfluss auf die Bundestagswahl haben. „Ich glaube, viele Menschen werden ihre Entscheidung davon abhängig machen, wie wir aus der Corona-Krise kommen.“ Die Krise habe sehr viele Eingriffe in die Grundrechte mit sich gebracht. Deshalb müssen man sehr schnell mit dem Impfen vorankommen. „Wir sollten möglichst noch im Juli allen impfwilligen Menschen ein Impfangebot gemacht haben.“ Das Land sei aber auf die Impfstofflieferungen der Hersteller angewiesen.

Kanzlerin Merkel hatte den impfwilligen Menschen ein Angebot bis Ende des Sommers, also bis 21. September, in Aussicht gestellt. Ähnlich wie Laschet hatte sich auch schon Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geäußert: Es sei „sicherlich im Juli“ der Zustand zu erreichen, „wo wir eigentlich alle, die unbedingt wollten, geimpft haben werden“, hatte er am Dienstag beim Ärztetag gesagt.

Malte Bürger