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20210506175635

Niedersachsens Exporte in Corona-Krise eingebrochen

17:56
06.05.2021
Die niedersächsische Wirtschaft hat im Corona-Jahr 2020 deutlich weniger Auslandsgeschäfte gemacht. „Die Corona-Krise hat tiefe Löcher in unsere Exportbilanz gerissen“, erklärte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) am Donnerstag im einem digitalen Forum zur Außenwirtschaft des Landes. Die Exporte seien im Vergleich zum Vorjahr um gut elf Prozent auf etwa 75,9 Milliarden Euro zurückgegangen. Gleichzeitig sank demnach auch die Importvolumen um rund elf Prozent auf etwa 82,2 Milliarden Euro.

Althusmann betonte, die Abhängigkeit gerade der Industriebetriebe von weltweiten Logistik- und Transportketten sei enorm, etwa in der Autoindustrie. „Wir sind ein Land des Mittelstandes, wir sind aber international orientiert.“

Insgesamt sei der Wert der in Niedersachsen produzierten Güter und Dienstleistungen im Vergleich zu 2019 um preisbereinigt fast 5 Prozent zurückgegangen (nominal: minus 3,5 Prozent). Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 296 Milliarden Euro sei die Wirtschaftsleistung Niedersachsens pro Kopf aber immer noch größer als die einiger EU-Mitgliedsstaaten.

Malte Bürger

Tausende starten trotz Corona Auslandsstudium

17:16
06.05.2021
Trotz weltweiter Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sind tausende junge Menschen aus Deutschland auch in diesem Jahr für einen Studienaufenthalt ins Ausland gegangen. Wie der Deutsche Akademische Austauschdienst am Donnerstag mitteilte, haben seit Jahresbeginn rund 9000 Studenten über das europäische Austauschprogramm Erasmus einen Auslandsaufenthalt begonnen.

Zum Stichtag Ende April seien es trotz Corona rund 75 Prozent der Erasmus-Auslandsaufenthalte im Vergleich zu diesem Zeitraum im Vor-Corona-Jahr 2019 gewesen. „Das Interesse an einem Auslandsaufenthalt im europäischen Ausland ist ungebrochen groß. Unsere Mitgliedshochschulen und die Studierenden haben sich dabei schnell und verantwortungsvoll an die äußerst herausfordernde Pandemiesituation angepasst“, sagte DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee.

Malte Bürger

Neue Corona-Milliardenhilfen für Busse und Bahnen

16:39
06.05.2021
Busse und Bahnen in ganz Deutschland bekommen wegen erheblicher Einnahmeausfälle in der Corona-Krise neue Milliardenhilfen. „Wir brauchen auch langfristig einen leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr, und dafür tun wir auch was“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. „Bund und Länder nehmen in diesem Jahr noch mal jeweils eine Milliarde Euro in die Hand.“ Dies seien „gute Nachrichten für die Pendler und für das Klima“, betonte Scholz. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ über die Einigung zwischen Finanz- und Verkehrsministerium berichtet.

Am Mittwoch waren in der Politik und von der Verkehrsbranche erneut Forderungen nach einem Corona-Rettungsschirm für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auch in diesem Jahr laut geworden. In der Koalition setzten sich der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und SPD-Fraktionsvize Sören Bartol dafür ein. Die Länder fordern ebenfalls schon seit längerem eine weitere Milliarde Euro vom Bund und signalisierten, erneut den gleichen Betrag aufzubringen.

Im vergangenen Jahr hatte der Bund bereits 2,5 Milliarden Euro zusätzlich für den Nahverkehr bereitgestellt - über die jährlichen Regionalisierungsmittel hinaus, die in diesem Jahr auf knapp 9,3 Milliarden Euro steigen. Mit dem Geld können Länder und Verkehrsverbünde Verkehrsangebote bestellen.

Michael Rabba