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Virologin Ciesek „optimistisch“, dass sich Corona-Situation entspannt

06:21
05.05.2021
Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek ist zuversichtlich, dass sich die Corona-Situation in Deutschland entspannt. „Ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg“, sagte die Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt am Dienstagabend im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“.

Das Impftempo sei schneller als vorhergesagt, bis zu eine Million Impfungen pro Tag seien eine gute Zahl. „Ich bin optimistisch: Wenn wir es schaffen, weiter schnell und gezielt zu impfen und vielleicht in vier Wochen schon die Hälfte der Erwachsenen die erste Dosis bekommen haben, dass sich die Situation dann weiter entspannen wird.“

Jan-Felix Jasch

Hausärzte wollen Rechtssicherheit für Nutzung siebter Biontech-Dosis

05:54
05.05.2021
Der Deutsche Hausärzteverband fordert Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte, die pro Ampulle des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer sieben statt sechs Dosen verabreichen wollen. „Es kann nicht sein, dass täglich in Deutschland Impfdosen weggeworfen
werden“, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch).

Im Umgang mit der siebten Impfdosis brauche es bundesweit Rechtssicherheit. Dass Hausärztinnen und Ärzte, die mit dem vorhandenen Impfstoff so viele Menschen so schnell wie möglich impfen wollten, riskierten, „mit einem Bein im Gefängnis zu stehen“, dürfe nicht sein, betonte Weigeldt.

Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach sich demnach für Rechtssicherheit für die Nutzung der siebten Biontech-Dosis aus. Bei dem Impfstoff seien nur sechs Dosen pro Ampulle zugelassen – die siebte zu verwenden, sei nicht verboten, aber rechtlich nicht abgesichert. „Ich verstehe, dass viele Ärzte aus Angst vor dem Haftungsrisiko die siebte Dosis des Biontech-Impfstoffs wegwerfen“, sagte Lauterbach den Zeitungen und forderte: „Der Staat muss das Haftungsrisiko übernehmen.“

Jan-Felix Jasch

Fast halbe Million Menschen beim Haus- oder Facharzt geimpft

05:24
05.05.2021
Niedergelassenen Mediziner haben in Niedersachsen fast eine halbe Million Menschen gegen Covid-19 geimpft. Insgesamt seien vom 7. April bis zum 3. Mai 514 294 Impfdosen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten gespritzt worden, davon 30 981 Zweitimpfungen, sagte Detlef Haffke, Sprecher der Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN), der Deutschen Presse-Agentur. „Wir gehen davon aus, dass in dieser Woche 288 000 Impfstoffdosen geliefert worden sind, die auch verimpft werden“, so Haffke. In der zweiten Maiwoche solle noch einmal genauso viel Impfstoff an die Praxen geliefert werden.

Die Schutzimpfungen bieten derzeit rund 54 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte und etwa 8 Prozent der Fachärzte an, wie die KVN mitteilte (Stand 30. April). Seit wenigen Wochen verfügen auch Hausarzt-Praxen über Impfstoff, so dass noch mehr Menschen die schützende Spritze erhalten können. Der Großteil geht immer noch an die 50 Impfzentren im Land, die teils zudem mobile Teams aussenden.

Dem Sprecher zufolge werden in den Praxen teilweise schon Angehörige der dritten Prioritätsgruppe berücksichtigt. Zur Gruppe drei zählen unter anderen über 60-Jährige, Polizisten, Feuerwehrleute und Personal im Einzelhandel. Eine Terminanmeldung über das zentrale Portal für die Impfzentren ist bisher zwar für über 60-Jährige, aber nicht für alle in der Gruppe drei möglich. Die Hausärztinnen und Hausärzte müssen sich auch an die Priorisierung auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung halten, haben aber eine gewisse Flexibilität, wie Haffke erläuterte.

Jan-Felix Jasch