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Corona-Krise: USA verhängen Einreisesperre für Ausländer aus Indien

18:02
01.05.2021
Wegen der verheerenden Corona-Krise in Indien verhängt die US-Regierung eine Einreisesperre für Ausländer aus dem südasiatischen Land. Die Maßnahme tritt am kommenden Dienstag um 0.01 Uhr (Ostküstenzeit USA/6.01 Uhr MESZ) in Kraft und gilt auf unbestimmte Zeit, wie aus einer Verfügung von US-Präsident Joe Biden vom Freitag hervorgeht. Nicht mehr einreisen dürfen dann Ausländer, die in den vorangegangen 14 Tagen in Indien waren. Ausgenommen sind US-Staatsbürger, Ausländer mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht in den USA, Diplomaten sowie bestimmte andere Personengruppen.

In Bidens Verfügung hieß es, die Maßnahme sei auf Anraten der US-Gesundheitsbehörde CDC getroffen worden. „Die Republik Indien ist für mehr als ein Drittel der neuen weltweiten Fälle verantwortlich.“ Die Zahl der Neuinfektionen nehme rasant zu. Außerdem zirkulierten mehrere Varianten des Coronavirus in dem südasiatischen Land. Die Corona-Koordinatorin des US-Außenministeriums, Gayle Smith, sagte am Freitag, die Lage in Indien sei „sehr, sehr ernst“ - und die Krise dort habe ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.

Patrick Reichelt

Ärztepräsident erwartet zügigen Fortschritt bei Impfungen

17:43
01.05.2021
 Ärztepräsident Klaus Reinhardt erwartet schnelle weitere Fortschritte bei den Corona-Impfungen in Deutschland. „Ich bin überzeugt, dass wir jetzt zügig eine ausreichend große Zahl von Menschen werden impfen können, um ein deutliches Abfallen der Infektionsraten zu erreichen“, sagte der Chef der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. „Ich glaube, dass die Impfbereitschaft groß ist und wir sogar mehr als 70 Prozent der Bevölkerung erreichen können.“ Das gilt als Marke für einen Schutz der ganzen Gesellschaft.

Dabei gebe es einen Teil der Bevölkerung, der lieber vom Hausarzt geimpft werden möchte, sagte Reinhardt. „Diese Menschen vertrauen ihrem Doktor, den sie seit Jahren kennen. Wenn er die Impfung für richtig erachtet, sagen viele: Ich mache das. Dieser Faktor wirkt erheblich im Hinblick auf diejenigen, die jetzt noch Zweifel haben.“ Auch in seiner Praxis kämen zunehmend Anfragen junger Leute. Zugleich betonte Reinhardt: „Die Impfzentren funktionieren sehr gut, sie sind top-organisiert. Die Mitarbeiter leisten wirklich gute Arbeit.“

Inzwischen haben 26,9 Prozent der Bundesbürger mindestens eine Impfung bekommen. Den vollständigen Impfschutz mit einer zweiten Spritze haben 7,7 Prozent der Bevölkerung.

Patrick Reichelt

Gewerkschaften zum 1. Mai: Corona macht Investitionen umso nötiger

17:20
01.05.2021
Die Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen haben zum 1. Mai an Politik und Wirtschaft appelliert, bei Ausgaben für Bildung, Gesundheit, Wohnungsbau und Arbeitsmarkt gerade unter dem finanziellen Druck der Corona-Krise nicht nachzulassen. Der Regionalchef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Mehrdad Payandeh, wies auf die wachsende Gefahr ungleicher Ausbildungschancen bei anhaltendem Fachkräftemangel hin. Der Gesundheitsschutz in den Betrieben müsse außerdem auch nach der Pandemie ein zentrales Ziel bleiben, betonte er am Samstag in Göttingen. Und hohe Mieten würden für Menschen mit Einkommenseinbußen zu einem immer größeren Problem.

Die IG Metall warnte davor, die Folgen der Krise im zweiten Corona-Jahr trotz Milliarden an zusätzlicher Kreditaufnahme als Grund für mögliche neue Sparrunden zu sehen. „Keine Frage, die öffentlichen Kassen sind belastet“, sagte Landeschef Thorsten Gröger laut vorab verbreiteter Mitteilung. „Doch wir dürfen Folgegenerationen keinen Trümmerhaufen übergeben.“ Gute Zukunftschancen bedeuteten auch jenseits der Pandemie etwa einen Abbau des Investitionsstaus im Bildungswesen - die „Sanierungswarteschlange“ müsse ein Ende haben.

Patrick Reichelt