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Start der Modellregion: Erste Urlauber erreichen Sylt

11:24
01.05.2021
Nach rund sechs Monaten Pause wegen der Corona-Pandemie sind am Samstagmorgen die ersten Urlauber auf Sylt angekommen. Die größte deutsche Nordseeinsel gehört zur touristische Modellregion Nordfriesland. Unter strengen Auflagen wird der Tourismus wieder hochgefahren. Die ersten Autozüge brachten am frühen Morgen zunächst nur wenige Fahrzeuge auf die Insel. „Wir rechnen in den kommenden Tagen mit einem erhöhten Reisendenaufkommen“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn (DB).

Mit rund 20 Autos beladen erreichte kurz vor 7.00 Uhr der erste Blaue Autozug des privaten Bahnkonzerns Railroad Development Corporation (RDC) die Insel. „Wir gehen von einer lebhaften Anreise um die Mittagszeit aus, rechnen aber nicht mit einem Massenandrang“, sagte RDC-Sprecherin Meike Quentin.

„Am Freitagabend haben Urlauber aus ganz Deutschland mit ihren Wohnmobilen am Hafen auf Römö geparkt, um am Morgen mit einer der ersten Fähren nach Sylt überzusetzen“, sagte Tim Kunstmann, Geschäftsführer der FRS Syltfähre, die zwischen Sylt und der dänischen Nachbarinsel Römö pendelt. Passagierflugzeuge brachten Urlauber aus München und Frankfurt am Main auf die Insel.

Nordfriesland ist eine von vier touristischen Modellregionen in Schleswig-Holstein. Die Projekte sollen zunächst einen Monat dauern mit der Option auf Verlängerung. In der Schleiregion und Eckernförde läuft das Modell bereits, Büsum und die Lübecker Bucht sollen folgen.

Patrick Reichelt

Statistik: Weniger Corona-Tote im März in Russland

10:38
01.05.2021
In Russland ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus im März laut offizieller Statistik zurückgegangen. 23 715 Menschen seien mit oder an dem Virus gestorben und damit etwa 650 weniger als noch im Februar, teilte die Statistikbehörde Rosstat in der Nacht zum Samstag mit. Allerdings lag die Sterbefallzahl insgesamt im flächenmäßig größten Land der Erde mit 191 000 deutlich über dem Vorjahreswert, als die Pandemie begann.

Den Rosstat-Zahlen zufolge sind seither fast 250 000 Menschen mit dem Virus gestorben. Diese Zahl ist deutlich mehr als doppelt so hoch wie die in der offiziellen Corona-Statistik der Regierung. Dort war am Samstag von rund 110 500 Corona-Toten die Rede. Sie listet lediglich Fälle auf, bei denen Covid-19 als Todesursache bestätigt wurde. Diese Zählweise wurde immer wieder kritisiert.

Russlands oberste Amtsärztin Anna Popowa sagte am Freitagabend im Staatsfernsehen, es gebe keinen deutlichen Anstieg neuer Infektionen. Nach ihren Angaben treten vergleichsweise wenige Erkrankungen mit der britischen oder südafrikanischen Mutante des Coronavirus auf. Kremlchef Wladimir Putin hatte zuletzt an seine Landsleute angesichts verbreiteter Impfmüdigkeit appelliert, sich impfen zu lassen.

Patrick Reichelt

Tausende feiern bei erster Clubnacht in Liverpool

09:24
01.05.2021
In Liverpool hat zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie in Großbritannien eine legale Clubnacht ohne Abstand und Masken stattgefunden. Rund 3000 Gäste strömten am Freitagabend Berichten zufolge auf die Tanzfläche eines Lagerhauses, in dem DJs wie Lewis Boardman und The Blessed Madonna auflegten. Die Partys am Freitag und Samstag sind Teil eines Pilotprojekts der britischen Regierung, mit dem Großveranstaltungen in Corona-Zeiten getestet werden sollen. Alle Anwesenden mussten vor dem Einlass einen maximal 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen und sollen fünf Tage nach dem Event einen weiteren Test machen. Vor Ort gilt dafür keine Abstands- und Maskenpflicht.

„Wir sind so aufgeregt“, sagte die 18-jährige Leah Lawless, die zu den Partygästen gehörte, der Nachrichtenagentur PA. Der Veranstalter Sam Newson sagte, das Pilotprojekt sei unbedingt notwendig für die strauchelnde Branche, in der viele seiner Kollegen ihre berufliche Existenz verloren hätten. „Ich stand vorhin auf der Bühne und hatte ein bisschen Tränen in den Augen“, sagte er zu PA. „Ich kann es nicht leugnen, es ist sehr emotional.“

Patrick Reichelt