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20210429150543

Energiepreise treiben Inflation: Sprung auf 2,0 Prozent

12:49
29.04.2021
Steigende Energiepreise haben die Inflation in Deutschland auf den höchsten Stand seit zwei Jahren getrieben. Im April lagen die Verbraucherpreise nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 2,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Eine so hohe Teuerungsrate gab es nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Donnerstag zuletzt im April 2019. Von März auf April 2021 erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,7 Prozent.

Seit Jahresbeginn ist die Inflation in Europas größter Volkswirtschaft stetig gestiegen. Im Januar lag die Teuerungsrate bei 1,0 Prozent, im Februar waren es 1,3 Prozent und für März 2021 hatten die Statistiker 1,7 Prozent errechnet.

Jean-Pierre Fellmer

Mehr als jeder Vierte einmal gegen Corona geimpft

15:05
29.04.2021
Mehr als jeder Vierte in Deutschland hat mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag hervor (Stand: 29.4., 13.30 Uhr). 25,9 Prozent der etwa 83 Millionen Menschen im Land erhielt bereits die erste Impfdosis, 7,5 Prozent den vollen Impfschutz. Zudem seien am Mittwoch erstmal mehr als eine Million Impfdosen gespritzt worden - so viele an einem Tag wie noch nie seit Beginn der Impfkampagne.

Alle Stellen verabreichten bislang insgesamt über 27,8 Millionen Impfungen. Davon waren knapp 21,6 Millionen Erstimpfungen. Weitere gut 6,2 Millionen Impfungen wurden für den vollständigen Impfschutz gespritzt. Wegen technischer Probleme lagen die aktualisierten Impfdaten einiger Bundesländer am Donnerstag nicht vor.

Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

Jean-Pierre Fellmer

EU-Experten prüfen Fälle von Herzmuskelentzündungen nach Impfung

14:41
29.04.2021
Die Experten der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) prüfen Fälle von Herzmuskelentzündungen nach einer Impfung mit den Präparaten der Hersteller Pfizer/Biontech und Moderna. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Amsterdam auf dpa-Anfrage mit. „Zur Zeit gibt es keinen Hinweis, dass diese Fälle mit dem Impfstoff zusammenhängen“, teilte die EMA mit. Myokarditis (Herzmuskelentzündung) komme jedoch im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung häufiger vor.

Die EMA machte keinerlei Angaben über die Zahl der Fälle. Betroffen seien die sogenannten mRNA-Impfstoffe. In der EU sind das die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna.

Israelische Medien hatten über eine Analyse berichtet, der zufolge 62 Fälle von Myokarditis im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung aufgetreten seien, vor allem bei jungen Männern im Alter von 18 bis 30 Jahren. Davon seien zwei Patienten - ein Mann und eine Frau - gestorben. Die meisten - 56 Fälle - traten nach der Zweitimpfung auf. Insgesamt haben in Israel rund fünf Millionen Einwohner eine Zweitimpfung erhalten. In dem Land wurde nahezu ausschließlich mit dem Biontech/Pfizer-Präparat geimpft. 

Jean-Pierre Fellmer