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Söder: Bundes-Notbremse reicht nicht aus für Kampf gegen Corona-Welle

14:16
14.04.2021
Zur Eindämmung der dritten Corona-Welle reicht nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die geplante Bundes-Notbremse nicht aus. „Wir halten es für richtig, dass auf Bundesebene diese Notbremse fest verankert wird. Allein das wird es aber noch nicht helfen, wir müssen uns mehr überlegen“, sagte der CSU-Chef am Mittwoch am Rande der Sitzung der CSU-Fraktion im bayerischen Landtag. Notwendig sei etwa „ein moderneres und flexibleres Impfkonzept, um die Geschwindigkeit durch einen Bürokratieabbau zu erhöhen und „vor allem um zu flexibilisieren“.

Söder betonte, die Corona-Lage in Deutschland sei weiter sehr schwierig. Es würden sich alle Prognosen zu den Infektionszahlen bestätigen. „Es steigt und steigt und steigt. Es geht nicht zurück“, sagte Söder. Dies gelte sowohl für die Zahl der Infizierten als auch für die Belegung der Intensivbetten in den Krankenhäusern. „Regional stoßen wir mittlerweile an unsere Grenzen.“

Das Bundeskabinett hat am Dienstag eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen, welche bundeseinheitliche Maßnahmen für Regionen mit vielen Neuinfektionen vorsieht. Damit müssen sich die Menschen in weiten Teilen Deutschlands auf Ausgangsbeschränkungen und geschlossene Läden einstellen. Kommende Woche sollen die Neuerungen erst vom Parlament beschlossen werden und dann den Bundesrat passieren - trotz deutlicher Kritik einiger Länder und der Opposition im Bundestag.

Michael Rabba

Corona-Lage in Niedersachsen verschlechtert sich weiter

13:27
14.04.2021
Mehr Corona-Patienten, mehr Hotspots und eine steigende Sieben-Tages-Inzidenz - die Corona-Lage in Niedersachsen verschlechtert sich weiter. Die Zahl der Patienten in den Kliniken stieg am Mittwoch auf 1114, davon liegen 312 auf der Intensivstation, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte. 215 Erwachsene und ein Kind müssen demnach künstlich beatmet werden. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg im Landesdurchschnitt auf 121,3 nach 109,9 am Vortag. Zudem wurden 1787 neue Infektionsfälle und 33 weitere Todesfälle registriert.

Der R-Wert, der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt, betrug am Mittwoch 1,05, nach 1,07 am Vortag. In 26 der 45 Landkreise und großen Städte lag die Sieben-Tages-Inzidenz über 100 - hier greifen verschärfte Corona-Beschränkungen. In den Kreisen Vechta und Cuxhaven übertraf dieser Wert die 200er Marke, in der Stadt Salzgitter betrug er 325,1.

Dass die steigende Zahl Corona-Patienten die Kapazität auf den Intensivstationen schrumpfen lässt, ist aus den Daten des Intensivregisters ablesbar. Nach den Daten vom Mittwoch waren demnach von 1930 aktuell betreibbaren Intensivbetten in Niedersachsen 1682 belegt. Von den 248 freien Intensivbetten waren 117 speziell auf die Bedürfnisse von Corona-Patienten ausgelegt. Allerdings gibt es eine Notfallreserve: Innerhalb von sieben Tagen kann Niedersachsen den Angaben zufolge 986 weitere Intensivbetten aufstellen.

Michael Rabba