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20210414150829

Niedersachsen appelliert an Ältere: Lassen Sie sich mit Astrazeneca impfen

12:20
14.04.2021
Die niedersächsische Landesregierung hat an Ältere appelliert, sich mit dem Astrazeneca-Impfstoff gegen das Coronavirus impfen zu lassen. „Wir bitten Menschen über 60 Jahre, sich mit Astrazeneca impfen zu lassen“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Mittwoch in Hannover. Dies sei auch ein Akt der Solidarität mit den Jüngeren. Diese hätten im zurückliegenden Corona-Jahr die Beschränkungen zum Schutz der Älteren mitgetragen. Um nun zügig eine Durchimpfung größerer Teile der Bevölkerung zu erreichen, müssten die Älteren sich auf den Astrazeneca-Impfstoff einlassen, denn für die Jüngeren ständen nur die beiden übrigen Impfstoffe zur Verfügung.

Die Landesregierung rief zudem die Menschen, die bereits einen Impftermin haben oder auf der Warteliste stehen, sich aber dann beim Hausarzt impfen lassen, dazu auf, auf jeden Fall ihren Wartelistenplatz oder Termin abzusagen. Bis Ende der Woche solle die Möglichkeit geschaffen werden, diese Absage auch online vorzunehmen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Bislang geht das nur über die Telefonhotline.

Max Seidenfaden

Dänemark verzichtet auf Corona-Impfstoff von Astrazeneca

12:16
14.04.2021
Dänemark verzichtet als erstes EU-Land auf den Corona-Impfstoff von Astrazeneca. Die Impfkampagne werde ohne das Präparat des britisch-schwedischen Unternehmens fortgesetzt, gab der Direktor der dänischen Gesundheitsverwaltung, Søren Brostrøm, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen bekannt.

Es bestehe ein Zusammenhang zwischen dem Impfstoff von Astrazenca und sehr seltenen Fällen ungewöhnlicher Blutgerinnsel, Blutungen und niedriger Blutplättchenzahlen, teilte Brostrøms Behörde mit. Dies und die Tatsache, dass die Corona-Pandemie in Dänemark derzeit unter Kontrolle sei und andere Impfstoffe gegen Covid-19 zur Verfügung stünden, seien maßgeblich bei der Entscheidung gewesen, dass das Impfprogramm ohne Astrazeneca weitergehe. Die dänische Impfkampagne wird ohne Astrazeneca nun einige Wochen länger dauern als geplant.

Jan-Felix Jasch