Letztes Update:
20210407180642

Corona-Impfungen in niedersächsischen Arztpraxen starten

08:58
07.04.2021
In Niedersachsen haben am Mittwoch die ersten regulären Corona-Impfungen in Arztpraxen begonnen. Zunächst sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 20 Impfungen pro Praxis und Woche geplant. Verwendet wird dabei erst der Impfstoff von Biontech/Pfizer. Weitere Präparate sollen in etwa zwei Wochen folgen. Im Mai sollen die Hausärzte dann schon mehr Menschen impfen als die regionalen Impfzentren. Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) will im Mai außerdem die Betriebsärzte in die Impfkampagne einbinden. Niedersachsen hatte die Impfungen in den Arztpraxen seit Anfang März in einem Pilotprojekt getestet, um das Verfahren einzuspielen.

Wie vom Bund vorgesehen, sind zunächst besonders gefährdete Menschen an der Reihe, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), Mark Barjenbruch. Die Praxen sprächen ihre impfberechtigten Patientinnen und Patienten von sich aus an. „Wir bitten die Bevölkerung daher, von Anfragen in ihren Hausarztpraxen abzusehen.“

USA: Alle Erwachsenen sollen bald Impftermin vereinbaren können

06:39
07.04.2021
Impfen ohne „verwirrende Einschränkungen“: In den USA sollen alle Erwachsenen schon in weniger als zwei Wochen einen Termin für eine Corona-Impfung vereinbaren können. „Wir machen unglaubliche Fortschritte“, sagte US-Präsident Joe Biden am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus. „Vom 19. April an ist jeder Erwachsene in jedem Staat, jeder Erwachsene in diesem Land berechtigt, sich in die Schlange zu stellen, um eine Corona-Impfung zu bekommen.“ Vom Impferfolg der Amerikaner sollen auch andere Länder profitieren, wie Biden deutlich machte. Das dürfte aber erst in einigen Monaten soweit sein.

Mit der baldigen landesweiten Aufhebung der Staffelung der Impfberechtigten sendet Biden ein weiteres Zeichen an die Bevölkerung, dass die USA in der Pandemie auf dem richtigen Weg sind. Die guten Neuigkeiten verknüpfte er aber wie gewohnt mit einer Warnung. Das Virus breite sich weiter aus, weil zu viele Menschen der Annahme seien, dass man die Ziellinie schon erreicht habe.

„Lassen Sie mich todernst mit Ihnen sein: Wir sind nicht an der Ziellinie“, sagte Biden. Neue Varianten des Coronavirus verbreiteten sich schnell, die Zahl der Neuinfektionen gehe wieder nach oben und auch die Zahl der Neueinlieferungen in Krankenhäuser sei nicht mehr rückläufig. Auch wenn immer mehr Impfungen verfügbar und mehr Menschen geimpft seien, brauche es Zeit, bis der komplette Schutz eintrete.

Die USA sind - gemessen an absoluten Zahlen der Infektionen und Toten - das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Mehr als 30,8 Millionen Ansteckungen mit dem Coronavirus wurden nachgewiesen, mehr als 556.000 damit verbundene Todesfälle sind bekannt. Biden hat die Impfkampagne seit seinem Amtsantritt am 20. Januar erheblich beschleunigt. Nach Angaben des Weißen Hauses wurden seither mehr als 150 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt - also inklusive der Wochen vor Bidens Start - waren es landesweit nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC mehr als 167 Millionen. 

Der Großteil der Amerikaner werde bis Ende Mai voraussichtlich mindestens einmal geimpft sein, sagte Biden. Er hoffe, vor dem Ende des Sommers ankündigen zu können, dass die USA über mehr Impfstoff verfügten als nötig, um anderen, armen Ländern zu helfen. Solange die Impfung nicht überall auf der Welt verfügbar und das Virus noch nicht in allen Ländern besiegt sei, „sind wir nicht komplett sicher“, sagte Biden.

Die US-Regierung hat es zur Priorität erklärt, zunächst die eigene Bevölkerung zu impfen. Gegen Biden wurde daher schon der Vorwurf laut, die „America First“-Doktrin von seinem Vorgänger Donald Trump fortzusetzen und es insbesondere armen Ländern zu erschweren, an Impfstoffe zu kommen.