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Tschentscher: Lockdown über Ostern soll starken „Bremseffekt“ bringen

07:11
23.03.2021
Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher verspricht sich von einem verschärften Lockdown über Ostern einen „richtig starken Bremseffekt“ in der Corona-Pandemie. Es gehe darum, mit zwei zusätzlichen Ruhetagen an Gründonnerstag und Karsamstag in ganz Deutschland „fünf Tage weitestgehend Stillstand zu organisieren“, sagte der SPD-Politiker am frühen Dienstagmorgen nach rund zwölfstündigen Beratungen der Länderregierungschefs mit der Kanzlerin.

Nach dem Bund-Länder-Beschluss sollen über das verlängerte Osterwochenende bis auf Lebensmittelgeschäfte am Karsamstag alle übrigen Läden und Betriebe geschlossen bleiben. Die privaten Kontakte werden auf maximal fünf Personen aus zwei Haushalten beschränkt, wobei Kinder nicht mitgezählt werden.

Für Hamburg würde das eine Lockerung bedeuten. Seit Inkrafttreten der Notbremse am vergangenen Samstag dürfen sich in der Stadt Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer Person aus einem anderen Haushalt treffen. Auch dabei werden Kinder nicht mitgezählt. Ob der rot-grüne Senat diesen Beschluss umsetzt, ließ Tschentscher zunächst offen. „Wir werden das sehr sorgfältig beraten“, sagte er.

Anna Zacharias

Bovenschulte für strikte Einhaltung der Maßnahmen

06:40
23.03.2021
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat sich für eine strikte Einhaltung der sogenannten "Notbremse" ausgesprochen. Im Gespräch mit Radio Bremen sagte er am Dienstagmorgen, die Maßnahmen müssten verschärft werden, sollten die Inzidenzzahlen über einen längeren Zeitraum die 100er-Marke überschreiten.
Das gelte auch für Bremerhaven, wo der Inzidenzwert schon länger über der Grenze von 100 gestiegen ist, ohne dass die Corona-Vorgaben entscheidend verschärft wurden. "Ich gehe davon aus, dass der Magistrat in Bremerhaven das am Mittwoch umsetzen wird", sagte er Radio Bremen. 

Anna Zacharias

Bitte nach virtuellen Gottesdiensten

06:23
23.03.2021
Bund und Länder wollen die Kirchen bitten, Gottesdienste an Ostern nur virtuell zu feiern. Das beschlossen sie in der Nacht zum Dienstag. "Bund und Länder werden auf die Religionsgemeinschaften zugehen mit der Bitte, religiöse Versammlungen in dieser Zeit nur virtuell durchzuführen", heißt es wörtlich in dem Papier zu den weiteren Corona-Maßnahmen, auf das sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs nach stundenlangen Verhandlungen einigten.

Generell wollen Bund und Länder das lange Osterwochenende demnach nutzen, "um durch eine mehrtägige, sehr weitgehende Reduzierung aller Kontakte das exponentielle Wachstum der dritten Welle zu durchbrechen". Einmalig sollen daher Gründonnerstag (1. April) und Karsamstag (3. April) als Ruhetage festgelegt werden. In dieser "erweiterten Ruhezeit zu Ostern" sollen weitgehende Kontaktbeschränkungen und ein Ansammlungsverbot gelten. "Es gilt damit an fünf zusammenhängenden Tagen das Prinzip #WirBleibenZuHause", heißt es im Beschluss.

Private Zusammenkünfte bleiben in dieser Zeit mit maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten möglich. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Paare gelten grundsätzlich als ein Haushalt. Soweit Außengastronomie überhaupt geöffnet ist, wird diese während der fünf Tage geschlossen. Nur der Lebensmitteleinzelhandel im engen Sinn darf am Samstag öffnen. Öffnungsschritte sollen wieder ab dem Dienstag nach Ostern möglich sein, sofern die bereits geltenden jeweiligen Kriterien in den kommenden Tagen erfüllt sind. 

Anna Zacharias