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20210323052018
Wir haben das Virus noch nicht besiegen können, es lässt nicht locker. Bundeskanzlerin Angela Merkel am frühen Dienstagmorgen. 05:19
23.03.2021

Lockdown verschärft, Urlauber ausgebremst

05:19
23.03.2021
Angesichts drastisch steigender Corona-Infektionszahlen schicken Bund und Länder ganz Deutschland über Ostern in den schärfsten Lockdown seit Beginn der Pandemie vor einem Jahr. Vom 1. bis einschließlich 5. April, also von Gründonnerstag bis Ostermontag, soll das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle der Pandemie zu brechen. Das beschlossen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder in einer mehr als elfstündigen Marathonsitzung in der Nacht zum Dienstag.

Der seit mehr als drei Monaten geltende harte Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird insgesamt um drei Wochen bis zum 18. April verlängert. Am 12. April soll darüber beraten werden, wie es danach weitergeht. „Wir haben das Virus noch nicht besiegen können, es lässt nicht locker“, begründete Merkel am frühen Dienstagmorgen die harten Maßnahmen. Deutschland sei in einer sehr ernsten Lage mit exponentiell steigenden Fallzahlen, einer steigenden Belastung der Intensivstationen in den Kliniken und der Ausbreitung ansteckenderer Coronavirus-Varianten.

Anna Zacharias

Kapitel

Montag, 22. März

Das war am Montag, 22. März, wichtig:

21:21
22.03.2021
Bremen und Niedersachsen: 
  • Seit Sonntag, 21. März, haben mehr als zehn Prozent der Bremerinnen und Bremer eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Davon haben 4,4 Prozent auch schon ihre Zweitimpfung erhalten. Das teilt das Gesundheitsressort mit. 
  • Trotz steigender Infektionszahlen findet ab Montag an den meisten niedersächsischen Schulen wieder Präsenzunterricht statt. In allen Regionen, deren Corona-Wert unter 100 liegt, gilt dann das Wechselmodell, bei dem die Klassen in Gruppen abwechselnd zu Hause und im Klassenraum unterrichtet werden. 

Deutschland und die Welt:
  • Angesichts stark steigender Corona-Infektionszahlen soll der Lockdown in Deutschland bis zum 18. April verlängert werden. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Montag bei ihren Beratungen über den weiteren Kampf gegen die Pandemie beschlossen
  • Die Infektionslage in Deutschland verschlechtert sich rasant. So steckten sich zuletzt knapp 60 Prozent mehr Menschen nachweislich mit dem Coronavirus an als noch vor zwei Wochen. Das Robert Koch-Institut gab die sogenannte 7-Tage-Inzidenz - also die Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche - am Montagmorgen mit 107,3 an. Das ist der höchste Stand seit 26. Januar.
  • Die saisonale Grippe ist in diesem Jahr wahrscheinlich durch die Corona-Maßnahmen ausgebremst worden. Die Krankenkasse Barmer zählte in diesem Winter nur 400 bis 500 Grippefälle pro Woche. Üblicherweise liege die Zahl der Fälle um diese Jahreszeit etwa vierzigmal so hoch, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Sonntag) mit Verweis auf Barmer-Daten. 
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7709 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 50 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Montag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 6604 Neuinfektionen und 47 neue Todesfälle verzeichnet.
  • Ein Jahr nach den ersten Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie sind fast zwei Drittel der Deutschen unzufrieden mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung.

Anna Zacharias