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Ärztekammer: Jeder zweite Arzt bereit für Corona-Impfungen

07:09
16.03.2021
Die Ärztekammer Niedersachsen hat erneut mit Nachdruck dafür geworben, die Arztpraxen flächendeckend in die Corona-Impfungen einzubeziehen. „Wer das Virus ernsthaft bekämpfen und in den Griff bekommen will, muss impfen, impfen, impfen und nicht immer neue bürokratische Hürden schaffen“, sagte die Präsidentin der Kammer, Martina Wenker, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag). Etwa die Hälfte der rund 13 000 niedergelassenen Ärzte im Land könne von heute auf morgen mit dem Impfen beginnen. Hinzu kämen weitere 4500 Ärzte, die ihre Bereitschaft erklärt hätten, in den Impfzentren zu helfen - beispielsweise Mediziner im Ruhestand.

Der flächendeckende Impfstart in den Hausarztpraxen ist nach Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern erst für die Woche vom 19. bis 25. April vorgesehen. In Niedersachsen läuft seit Anfang März bereits ein Test, allerdings nur in einer Handvoll Praxen. „Wir brauchen keine Testläufe. Wir Ärzte können, wollen und müssen impfen“, erklärte dazu Wenker. „Eine rasche Durchimpfung ist die einzige Chance, die Pandemie zu besiegen.“

Den vorläufigen Impfstopp für das Vakzin des Herstellers Astrazeneca bezeichnete die Kammerpräsidentin dennoch als „nachvollziehbare Vorsichtsmaßnahme“. Es müssten jetzt so rasch wie möglich alle Daten auf den Tisch, um Transparenz zu schaffen, sagte sie.

Max Seidenfaden

Jamaika erhält als erste Karibik-Insel Corona-Impfungen von Covax

06:46
16.03.2021
Als erstes Land in der Karibik hat Jamaika Impfstoffe gegen das Coronavirus von der internationalen Covax-Initiative erhalten. 14 400 Dosen vom Hersteller Astrazeneca seien am Montag in der Hauptstadt Kingston eingetroffen, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Bis Mai sollen demnach 124 800 Impfdosen eintreffen. „Wir sind froh, dass Jamaika als erstes Land in der Karibik Impfungen von Covax erhält“, sagte Gesundheitsminister Christopher Tufton. „Impfungen haben sich als unbestreitbare Erfolgsgeschichte im Instrumentarium des Gesundheitswesens erwiesen, um Infektionskrankheiten zu bekämpfen.“

In Jamaika haben sich bislang 31 305 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, 492 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. „Jede Dosis, die in Jamaika ankommt, bringt das Versprechen mit sich, mehr Familien vor einer Infektion mit Covid-19 zu schützen“, sagte die Vertreterin des UN-Kinderhilfswerks (Unicef) in Jamaika, Mariko Kagoshima.

Max Seidenfaden

Schulleiter für längeren Distanzunterricht für ältere Schüler

05:58
16.03.2021
Angesichts der steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen plädiert der Verband der Schulleiter in Deutschland dafür, dass ältere Schülerinnen und Schüler vorerst weiter im Distanzunterricht lernen. „Unter medizinischen Gesichtspunkten kann man eine Öffnung jetzt nicht verantworten“, sagte die Vorsitzende des Allgemeinen Schulleitungsverbandes, Gudrun Wolters-Vogeler, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Man wisse, dass die Not der Schüler groß sei. „Aber die Not der Kolleginnen und Kollegen ist auch groß, solange sie nicht geimpft sind und nicht regelmäßig getestet wird.“

Schon jetzt sehe man, wie die Zahl der Infektionen und der Quarantänefälle hochgehe. „Es ist ein Ritt auf der Rasierklinge“, sagte Wolters-Vogeler. „Es ist widersinnig, bei diesen Zahlen im großen Stil Schülerinnen und Schüler in die Schulen zu holen.“ Die Grundschüler und ältere Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sollten aber so früh wie möglich wieder in die Schulen gehen.

Max Seidenfaden