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Ziemiak wirft SPD verantwortungsloses Verhalten vor

06:59
11.03.2021
CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak hat der SPD wegen ihrer Kritik an fehlenden Corona-Tests „verantwortungsloses“ Verhalten innerhalb der Bundesregierung vorgeworfen. „Die SPD verabschiedet sich leider aus ihrer Verantwortung als Regierungspartei und läutet schon jetzt den Wahlkampf ein. Das ist nicht nur verantwortungslos, es schadet auch der Akzeptanz der notwendigen Maßnahmen und damit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte Ziemiak der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

Finanzminister und Vize-Kanzler Olaf Scholz und der SPD gehe es ganz offenkundig nicht mehr um die Sache, sagte Ziemiak. Scholz sei bei jedem Corona-Kabinett dabei gewesen. „Auch Manuela Schwesig oder Malu Dreyer, die als Ministerpräsidentinnen an jeder Entscheidung beteiligt waren, sollten aufhören, so zu tun, als seien sie überfordert, Tests zu besorgen. Das war von Anfang an ihre Aufgabe.“ Bei Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) werde zu Unrecht die gesamte Verantwortung abgeladen.

Die Kritik an Spahn unter anderem wegen Versäumnissen beim Thema Schnelltests war zuletzt auch in den Reihen der großen Koalition gewachsen. Scholz forderte zudem mehr Anstrengungen bei der Corona-Impf- und Testkampagne. Der verfügbare Impfstoff müsse überall auch genutzt werden.

Mit Blick auf die sogenannte Maskenaffäre räumte Ziemiak ein, diese habe die CDU erschüttert. „Es handelt sich um das Fehlverhalten von einzelnen Personen“, sagte Ziemiak. Er verwehre sich dagegen, die vielen Engagierten und Aufrichtigen in Sippenhaft zu nehmen. „Diese Einzelfälle treffen uns alle, machen uns wütend und beschämen uns.“

Anna Zacharias

Vakzin von Astrazeneca mit Akzeptanzproblemen in Deutschland

06:16
11.03.2021
Das Vertrauen der Deutschen in die Sicherheit der bisher in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe ist unterschiedlich ausgeprägt. Nach einer YouGov-Umfrage sagen zwei Drittel der Deutschen (66 Prozent), der Impfstoff von Biontech/Pfizer sei ihrer Meinung nach sicher. Nur 43 Prozent machten diese Angabe beim Vakzin von Astrazeneca und 54 Prozent bei dem von Moderna. 27 Prozent der deutschen Befragten wollen sich nicht mit dem Astrazeneca-Vakzin impfen lassen und warten, bis ihnen ein anderer Impfstoff angeboten wird. 35 Prozent würden sich damit impfen lassen. Bei Moderna sagen dies 49 und bei Biontech/Pfizer 61 Prozent.

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hatte mehr als 8000 Menschen in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und USA im Zeitraum vom 23. Februar bis 2. März befragt. Die Briten sehen in den Impfstoffen von Biontech/Pfizer (79 Prozent) und Astrazeneca (81 Prozent) eine nahezu gleich hohe Sicherheit. In Großbritannien ist das Impfen bereits fortgeschritten, mehr als ein Drittel der Bürger hat eine erste Corona-Impfdosis erhalten.

Der Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca hat hingegen auch in anderen Ländern als Deutschland Akzeptanzprobleme. So geben nur 33 Prozent der Befragten in Frankreich an, das Vakzin als sicher zu empfinden. Unter US-Amerikanern sagen dies 42 Prozent, und unter Italienern sind es 54 und unter Spaniern 59 Prozent.

Anna Zacharias