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20210309204536

Umfrage: Kaum jemand will nach Corona zurück ins Großraumbüro

12:22
09.03.2021
Tastaturklackern, Druckergeräusche und am nächsten Schreibtisch telefoniert der Kollege: Können Sie sich noch ans Großraumbüro erinnern? Für einen Großteil der Erwerbstätigen scheint das Konzept ohnehin ausgedient zu haben: Gerade mal ein Prozent wünscht sich nach Ende der Corona-Pandemie wieder einen festen Arbeitsplatz in einem Großraumbüro mit fünf und mehr Mitarbeitern, wie aus einer Umfrage von Bitkom Research hervorgeht.

Auch Co-Working-Spaces stehen nur bei den wenigsten (2 Prozent) auf der Wunschliste. Komplett auf einen Schreibtisch beim Arbeitgeber verzichten - das möchte künftig aber ebenfalls nur eine relativ kleine Gruppe. Jeder und jede achte (12 Prozent) der befragten Erwerbstätigen sprachen sich in der Umfrage dafür aus, künftig ausschließlich im Homeoffice oder mobil arbeiten zu wollen.

Knapp vier von zehn (38 Prozent) der Befragten wünschen sich stattdessen einen festen Arbeitsplatz in einem Einzelbüro. Etwas mehr als jeder und jede Vierte (27 Prozent) wären mit einem festen Arbeitsplatz in einem Büro mit zwei bis vier Mitarbeitern einverstanden.

Das sogenannte Shared-Desk-Prinzip, bei dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Anwesenheit im Büro einen Arbeitsplatz frei wählen können, können sich 17 Prozent künftig gut vorstellen. Die Frage beantworteten rund 1140 Erwerbstätige ab 16 Jahren, die Tätigkeiten am Schreibtisch ausführen.

Anna Zacharias

Rotes Kreuz: Corona-Pandemie verschlimmert Lage von Migranten

13:15
09.03.2021
Migrantinnen und Migranten sind nach Angaben des Roten Kreuzes von der Corona-Pandemie besonders betroffen. Abgesehen davon, dass viele durch Geschäfts- und Restaurantschließungen ihre Arbeit verloren haben, bleiben sie oft auch bei Tests und Impfungen auf der Strecke, wie die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) am Dienstag in Genf berichtete. Die Föderation spricht von einer „unsichtbaren Wand“. Migranten blieben oft ausgeschlossen, selbst, wenn sie per Gesetz theoretisch in die Pandemiemaßnahmen einbezogen wurden.

Dort, wo man sich online zu Tests oder Impfungen anmelden müsse, seien mangelnde Sprachkenntnisse oder kein Zugang zu Computern eine Hürde, hieß es weiter. Sie könnten in manchen Ländern auch weder Tests bekommen noch würden sie im Krankheitsfall behandelt oder könnten sich impfen lassen, weil sie keine Identitätskarte oder Sozialversicherungsnummer hätten, schreibt die Föderation. Aus Furcht vor Festnahme und Deportation schreckten auch kranke Migranten davor zurück, zum Arzt zu gehen oder sich zum Impfen anzumelden.

„Es ist nicht nur ein humanitäres Gebot, die Versorgung von Migranten im Rahmen von Impfprogrammen zu sichern, unabhängig von ihrem legalen Status, es ist auch im Interesse der Länder“, sagte Jagan Chapagain, IFRC-Generalsekretär. „Covid-19 ist der Migrationsstatus einer Person egal, und uns sollte es auch egal sein. Solange nicht alle Menschen einbezogen werden, wird das Virus zirkulieren und mutieren, und damit die Wirkungskraft der Impfungen untergraben.“

Der Bericht wurde von den nationalen IFRC-Gesellschaften in Ägypten, Äthiopien, Australien, Großbritannien, Kolumbien, den Philippinen, Sudan und Schweden erstellt. Die Föderation ist das größte humanitäre Netzwerk der Welt, mit Gesellschaften in 192 Ländern.

Anna Zacharias