Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeworfen, die Menschen in der Corona-Pandemie wiederholt enttäuscht zu haben. „Ich habe nichts gegen große Auftritte. Aber wer große Ankündigungen macht, muss auch liefern“, sagte Walter-Borjans in einem Gespräch mit ntv.de. „Dem Bundesgesundheitsminister ist das aber weder beim Impfen noch bei der Corona-Warn-App gut gelungen. Da klaffte immer wieder eine erkennbar große Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit - mit der entsprechend großen Enttäuschung bei den Bürgerinnen und Bürgern.“ Er verlangte: „Beim Testen muss das jetzt funktionieren.“
Walter-Borjans forderte zugleich, „die Ungereimtheiten bei der Maskenbeschaffung restlos“ aufzuklären. Mit Blick auf die Ermittlungen gegen den CSU-Abgeordneten Georg Nüßlein und Berichte über weitere Unions-Abgeordnete, die an der Maskenbeschaffung mitverdient haben sollen, sagte er: „Jeder Anschein von Vetternwirtschaft ist Gift für das so notwendige Vertrauen der großen Mehrheit in die politische Führung.“ Bei der Aufklärung stünden Spahn, aber auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Verantwortung.