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Lehrer: Schleppende Test- und Impfangebote ein „Trauerspiel“

10:51
04.03.2021
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat Niedersachsens Test- und Impfstrategie für Schulen und Kitas scharf kritisiert. Es sei frustrierend, wenn man feststellen müsse, dass in anderen Bundesländern Kita-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sowie Schulpersonal schon ihre erste Impfung erhalten hätten und Schnelltests problemlos zu erhalten seien, während es in Niedersachsen noch nicht einmal Impftermine gebe und die Testmöglichkeiten durch Planlosigkeit und Kompetenzwirrwarr ausgebremst würden, sagte VBE-Landeschef Franz-Josef Meyer am Donnerstag.

Während etwa Bremen oder Baden-Württemberg bereits seit letzter Woche Impfangebote für Schulpersonal aller Schulformen anböten, sei Niedersachsen noch in der „Findungsphase“. Dies sei ein „Trauerspiel“. Es dürfe keine weiteren Schulöffnungen ohne Test- und Impfangebote geben, forderte Meyer: „Alles andere ist ein gefährliches Spiel mit der Gesundheit der Lehrkräfte und pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Der Verband Niedersächsischer Lehrkräfte VNL/VDR kritisierte den neuen Erlass des Kultusministeriums mit Regeln für den Distanzunterricht. Er bedeute zwar mehr Rechtssicherheit, aber auch mehr Belastungen für die Lehrkräfte, hieß es. Außerdem müsse geklärt werden, wie coronabedingte Lernrückstände in den nächsten Jahren aufgeholt werden könnten, damit die Anerkennung niedersächsischer Abschlüsse durch andere Bundesländer gesichert bleibe. Das Kultusministerium ermöglicht in dem neuen Erlass den Schulen unter anderem mehr Flexibilität bei der Gestaltung der Fächer und Inhalte. 

Großbritannien will Zulassung angepasster Impfstoffe beschleunigen

10:02
04.03.2021
Die Zulassung von Impfstoffen, die an Corona-Varianten angepasst wurden, soll in Großbritannien deutlich beschleunigt werden. Der sogenannte „Fast-Track“-Prozess solle dem der Prüfung und Freigabe von Grippeimpfungen ähneln und keine Abstriche bei der Sicherheit der Impfstoffe machen, teilte die britische Zulassungsbehörde am Donnerstag mit. Impfstoffentwickler haben sich zuversichtlich gezeigt, ihre Mittel in relativ kurzer Zeit an neue Varianten des Coronavirus anpassen zu können.

In dem beschleunigten Prozess sollen weiterhin umfangreiche Tests zur Immunantwort auf die Impfstoffe und deren Sicherheit erforderlich sein. Verzichtet werden soll hingegen auf lang angelegte klinische Studien mit Zehntausenden Teilnehmern.

Mittlerweile könne man über Tests auf Antikörper im Blut umfangreiche Befunde über die Wirksamkeit von Impfstoffen gewinnen, so die Regulierungsbehörde. „Die Öffentlichkeit sollte Vertrauen haben, dass kein Impfstoff zugelassen würde, der nicht den hohen Standards an Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit entspricht“, erklärte der wissenschaftliche Chef der Behörde, Christian Schneider.

Jan-Felix Jasch