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Corona-Ausbruch bei Hausgerätehersteller Miele: 4000 Mitarbeiter betroffen

13:19
02.03.2021
Nach einem Corona-Ausbruch in einem Werk des Hausgeräteherstellers Miele in Euskirchen (NRW) sind firmenweit 4000 Mitarbeiter von Produktionsausfällen betroffen. Das teilte eine Sprecherin mit. Nach positiven Tests in dem Motorenwerk im Rheinland mit insgesamt 500 Beschäftigen mussten Ende Februar über 200 Mitarbeiter in Quarantäne. Die Produktion wurde heruntergefahren. Zuvor hatte die Zeitung „Die Glocke“ über die Zahl der firmenweit 4000 betroffenen Mitarbeiter berichtet.

Durch die Lieferausfälle in Euskirchen muss in der Folge auch die Produktion in den Waschmaschinenwerken in Gütersloh und Ksawerów (Polen), im Trocknerwerk in Uničov (Tschechien) und der Geschirrspülerproduktion in Bielefeld und Uničov heruntergefahren werden. Auch die Staubsaugerproduktion in Bielefeld ist betroffen. Laut Planung soll die Produktion am 10. März wieder starten.

Stufenplan von Zero-Covid: Harter Lockdown bei Inzidenzwert von 10

12:46
02.03.2021
Kurz vor den Bund-Länder-Beratungen hat die Zero-Covid-Kampagne einen Stufenplan zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vorgelegt. Das teilte die Initiative von Wissenschaftlern, Ärzten, Pflegekräften und Künstlern, die für eine Senkung der Infektionszahlen auf Null eintritt mit.

Der Plan sieht drei Stufen vor, abhängig von der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche: eine „Vollbremsung“ bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 10, eine „Vorsichtige Öffnung“ (Inzidenz unter 10) und eine „Grüne Stufe“ (Inzidenz unter 5).

Ziel der „Grünen Stufe“ sei es, das Infektionsgeschehen dauerhaft auf Null zu senken. Unternehmen, die mit Hygienekonzepten wieder öffnen, sollten regelmäßig kontrolliert werden. Unter anderem sollten die industrielle Massentierhaltung gestoppt und Treibhausgasemissionen deutlich reduziert werden.

Alle drei Stufen sollten von sozialpolitischen Schritten wie etwa der Anhebung des Kurzarbeitergeldes flankiert werden. Finanziert werden sollten die Maßnahmen mithilfe von Sonderabgaben auf Unternehmensgewinne und sehr hohe Vermögen, hieß es.