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20210228095052

Weil: Nur Corona-Tests von geschultem Personal vertrauen

09:50
28.02.2021
Vor den Bund-Länder-Beratungen über die Corona-Lage am Mittwoch hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) gefordert, Sonderrechte nach einem Corona-Selbsttest nur bei dessen Überwachung durch geschultes Personal zu ermöglichen. „Damit Tests perspektivisch auch einen Zugang zu Einrichtungen und Angeboten ermöglichen können, müssen sie von Dritten beaufsichtigt und bestätigt werden“, sagte Weil der „Welt am Sonntag“. „Negative Testergebnisse wären zu bescheinigen, zunächst in einer Mail oder auf Papier, später dann hoffentlich in einer App, am besten in der Corona-Warn-App.“ Solche Tests müssten unter Aufsicht oder Anleitung gemacht werden, um Fehler im Gebrauch zu verhindern.

Wie schnell Schnelltests aus geschulten Händen als Gratis-Angebot für alle kommen könnten, wollen Bund und Länder am 3. März besprechen. Kostenpflichtige Schnelltests durch geschultes Personal könnten derzeit etwa in Testzentren gemacht werden, wenn man einen bestätigten Ergebnis-Nachweis braucht, etwa bei Reisen oder Besuchen im Pflegeheim. Diese Schnelltests sehen einen Abstrich mit einem langen Stäbchen tief in der Nase oder im Rachen vor.

Seit wenigen Tagen gibt es nach Angaben des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte außerdem erste Zulassungen für Corona-Tests zur Eigenanwendung durch Laien. Dabei werden die Proben durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich entnommen.

Sarah Haferkamp

Zwei-Millionen-Euro-Grenze bei Überbrückungshilfe gefallen

09:22
28.02.2021
Seit Samstag können Unternehmen auch November- und Dezemberhilfe über der bisherigen Grenze von zwei Millionen Euro beantragen. Die Möglichkeit sei freigeschaltet, teilte das Wirtschaftsministerium in Berlin mit. Unternehmen haben laut Ministerium nun die Wahl zwischen verschiedenen Beihilferahmen. Anträge für die erweiterte November- und Dezemberhilfe könnten bundesweit einheitlich über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de beantragt werden.

Zuständige Stellen der Länder kümmerten sich dann um die Auszahlung. Möglich sind Zuschüsse von bis zu 75 Prozent des Umsatzes aus dem Vorjahreszeitraum. Auch entgangene Gewinne könnten nun berücksichtigt werden - nicht nur Verluste. Die Bundesregierung habe sich dafür bei der EU-Kommission in Brüssel für neue Förderspielräume eingesetzt, so das Ministerium. Ausgezahlt seien bisher rund 7,2 Milliarden Euro November- und Dezemberhilfe.

Der Bund habe rund 93 Prozent an bisherigen Abschlagszahlungen geleistet. Die regulären Auszahlungen seien bei der Novemberhilfe Sache seit 12. Januar der Länder, bei der Dezemberhilfe seit 1. Februar.

Den jüngsten Schritten vorangegangen waren Entscheidungen der EU-Kommission. Unter anderem wurden Höchstbeträge für Corona-Beihilfen heraufgesetzt.

Sarah Haferkamp