Letztes Update:
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Söder will Reihenfolge von Impfungen überdenken

21:14
23.02.2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) plädiert für eine Änderung der Impfreihenfolge gegen das Corona-Virus. „Wir müssen diese Impfpriorität nochmal echt klug wägen. Ehrlich gesagt, schon in den nächsten Wochen, wenn man sieht, wie viel bleibt da übrig von Astrazeneca“, sagte Söder am Dienstagabend in einem Online-Gespräch der „Bild“-Zeitung mit Kindern. „Es ist ja echt absurd, dass wir Impfstoff haben, den keiner will.“

Söder fand deutliche Worte: „Das ist ziemlich ätzend, diese Geschichte mit Astrazeneca. Dieser Eindruck, dass der nicht wirksam sei, und dann liegt er rum.“ Wegen der Altersbeschränkung werde der Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns inzwischen auch an Lehrkräfte und Erzieherinnen vergeben. „Aber das wird wahrscheinlich nicht reichen.“

„Mein größter Wunsch wäre ein zusätzlicher Impfstoff für Kinder und Jugendliche“, sagte Söder in der Fragerunde. „Dann könnten wir in der Schule alle durchimpfen, und dann hätten wir nach wenigen Wochen wieder absolute Freiheit.“

Michael Rabba

Niederlande lockern nur wenig: Ausgangssperre bleibt

21:01
23.02.2021
Angesichts steigender Infektionszahlen werden die Niederlande an der geltenden Ausgangssperre festhalten und den Lockdown nur geringfügig lockern. Ab dem 2. März dürfen Friseure, Kosmetikerinnen und Masseure wieder Kunden empfangen, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstagabend in Den Haag mitteilte. Besonders für Jugendliche werden einige Corona-Maßnahmen gelockert.

„Wir sind auf dem Weg zu besseren Zeiten, einer schrittweisen Öffnung der Gesellschaft“, sagte Rutte. Doch er warnte auch: „Die dritte Welle ist nach Ansicht von Experten unvermeidlich, die Zahlen steigen wieder.“ Dennoch würden einige Maßnahmen gelockert, da auch soziale, psychische und wirtschaftliche Folgen immer schwerer ins Gewicht fielen.

Seit Mitte Dezember gilt in den Niederlanden ein strenger Lockdown. Gaststätten und Geschäfte sind geschlossen, Kontakte beschränkt auf eine Person, die nicht zum eigenen Haushalt gehört. Seit 23. Januar gilt zudem eine Ausgangssperre von 21 bis 4.30 Uhr. In den ersten Tagen hatte es heftige Proteste und Krawalle im ganzen Land gegeben. Die Ausgangssperre, die auch vor Gericht angefochten worden war, wurde um weitere drei Wochen zunächst bis 15. März verlängert.

Michael Rabba

Sorge in einigen Regionen Frankreichs über Explosion der Covid-Zahlen

20:36
23.02.2021
In einigen Regionen Frankreichs herrscht große Beunruhigung wegen der alarmierenden Corona-Situation. In der nordfranzösischen Küstenstadt Dunkerque (Dünkirchen) ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner der Regionalen Gesundheitsbehörde zufolge zuletzt auf mehr als 900 angestiegen. Regionalpolitiker fordern nun eine schnelle Reaktion. „Wenn strenge Maßnahmen zur Eindämmung notwendig sind, müssen diese zumindest an den Wochenenden ergriffen werden“, sagte Jean-René Lecerf, der Präsident des Département-Rats Nord, am Dienstag dem Sender Franceinfo.

Für Teile von Frankreichs Mittelmeerküste ist zuletzt wegen der starken Ausbreitung des Coronavirus ein Teil-Lockdown verhängt worden. An den kommenden beiden Wochenenden soll für die städtische Küstenregion des Département Alpes-Maritimes ein Lockdown gelten. Angesichts der Varianten sei es dringend notwendig, zu handeln, wo immer es nötig sei, sagte Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi dem Sender BFM TV. Die Küstenmetropole ist besonders schwer getroffen. Im gesamten Département liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner, also der sogenannte Inzidenzwert, bei mehr als 580.

Malte Bürger