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20210220071608

Merkel zeigt Bereitschaft zur Abgabe von Impfstoff an ärmere Länder

16:35
19.02.2021
undeskanzlerin Angela Merkel hat sich grundsätzlich bereit gezeigt, im Kampf gegen die Corona-Pandemie ärmeren Ländern etwas vom deutschen Impfstoffkontingent abzugeben. „Wichtig ist, dass Impfstoff ankommt und nicht nur Geldzusagen da sind“, sagte sie am Freitag nach einer Videokonferenz der G7-Staaten. „Und da kann die Frage, was können wir von unseren Dosen abgeben, eine Rolle spielen.“ Über Umfang und Zeitpunkt sei aber noch nicht gesprochen worden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron setzt sich dafür ein, dass reiche Länder vier bis fünf Prozent ihrer Impfdosen möglichst schnell an ärmere Länder abgeben. Er habe dies mit Merkel besprochen, und sie unterstütze dies, sagte Emmanuel Macron der „Financial Times“.

Merkel betonte, es gehe „um eine elementare Frage der Gerechtigkeit“. Allerdings seien Regierungen in demokratischen Staaten auch ihren eigenen Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet und könnten in Europa produzierten Impfstoff „nicht einfach diplomatisch und geopolitisch einsetzen“. Es müsse eine gute Balance gefunden werden. „Es wird also kein Impftermin in Gefahr geraten“, stellte die Bundeskanzlerin mit Blick auf Deutschland klar.

Max Seidenfaden

Bundesregierung will „Jojo-Effekt“ bei Corona-Öffnungen vermeiden

15:52
19.02.2021
Die Bundesregierung hat erneut ein vorsichtiges Vorgehen bei weiteren Rücknahmen von Corona-Beschränkungen angemahnt. Alle wünschten sich Lockerungen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Es gehe aber um eine sichere Strategie, über die auch eine dazu eingesetzte Bund-Länder-Arbeitsgruppe weiter berate. Öffnungen dürften nicht unmittelbar dazu führen, dass die Neuinfektionen wieder hochschnellten und es einen „Jojo-Effekt“ gebe - und dann Öffnungsschritte wieder rückgängig gemacht werden müssten.

Seibert machte deutlich, dass bis zu anstehenden Entscheidungen zunächst das weitere Infektionsgeschehens zu beobachten sei - auch mit Blick auf die Ausbreitung ansteckenderer Virusvarianten. Es sei heute nicht genau zu kalkulieren, wo man bei den für 3. März geplanten nächsten Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder stehen werde.

Max Seidenfaden

Corona-Infektionen in Flensburg fast nur noch mit B.1.1.7

15:37
19.02.2021
In Flensburg werden nach Angaben von Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) inzwischen fast nur noch Corona-Infektionen mit der Variante B.1.1.7 festgestellt. In den vergangenen Tagen seien in 80 Fällen Mutanten nachgewiesen worden, sagte Lange am Freitag. Für die Einwohner gelten wegen der hohen Zahl an Ansteckungen in der Stadt von Sonnabend an zunächst für eine Woche nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Zudem sind private Treffen vorerst untersagt.

Die Steigerung des Varianten-Anteils und die zu erwartende Zunahme der Inzidenz „geben uns Recht, diese doch sehr schwerwiegenden, aber notwendigen Maßnahmen einzuleiten“, sagte die Oberbürgermeisterin. Lange kündigte strenge Kontrollen an. Bei Verstößen gegen die Verordnung drohen hohe Bußgelder.

Max Seidenfaden