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20210215204742
Kapitel

Sonntag, 14. Februar

Was am Sonntag, 14. Februar wichtig war

18:49
14.02.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle ist im Land Bremen auf 16.975 gestiegen. Gegenüber dem Vortag ist das eine Erhöhung um 64 Erkrankte. Die Zahl der genesenen Menschen liegt nun bei 15.882 (+95). Darüber hinaus wurden zwei weitere Todesfälle verzeichnet, jeweils eine Person kam dabei aus der Stadt Bremen sowie Bremerhaven. Der 7-Tage-Inzidenzwert liegt in Bremen bei 57,6, in Bremerhaven beträgt er 95,1.
  • Niedergelassene Ärzte in Niedersachsen sollen von jetzt an unter bestimmten Voraussetzungen in der ersten Gruppe gegen Covid-19 geimpft werden dürfen.

Deutschland und die Welt: 

  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6114 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 218 weitere Todesfälle verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Sonntag hervorgeht. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unterschritten die Marke von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. 
  • An den Grenzen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sind um Mitternacht schärfere Einreiseregeln in Kraft getreten. Aus Angst vor den dort verbreiteten, ansteckenderen Varianten des Coronavirus wird an den entsprechenden Grenzübergängen in Bayern und Sachsen scharf kontrolliert.
  • Die britische Regierung hat ihr selbst gestecktes Ziel erreicht, bis Mitte Februar mindestens 15 Millionen Einwohner gegen Corona zu impfen. Premierminister Boris Johnson sprach am Sonntag von einem „Meilenstein“. „Dieses Land hat eine außerordentliche Leistung erbracht“, twitterte der Regierungschef am Sonntag. Der zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi twitterte: „15 000 000! Großartiges Team.“ 

Malte Bürger

Tschechien verhängt für 14 Tage neuen Corona-Notstand

18:32
14.02.2021
Tschechien verhängt wegen der dramatisch hohen Corona-Infektionszahlen nun doch erneut einen Notstand. Er gelte von Montag an für 14 Tage, teilte die Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Andrej Babis am Sonntag mit. Man entspreche damit einer Bitte der Vertreter aller 14 Verwaltungsregionen einschließlich der Hauptstadt Prag. Seit Beginn der Pandemie gab es in dem Land mit gut zehn Millionen Einwohnern mehr als eine Million bestätigte Corona-Infektionen und 18.143 Todesfälle.

Der Corona-bedingte Ausnahmezustand sollte eigentlich in der Nacht zum Montag auslaufen. Mit ihrer Entscheidung stellt sich die Regierung gegen den Willen des Parlaments, das eine Verlängerung des seit Oktober geltenden Notstands am Donnerstag abgelehnt hatte. Die Entscheidung könnte vor dem Verfassungsgericht landen. Der Präsident des Senats, Milos Vystrcil, hatte ausdrücklich davor gewarnt, „die Kontrolltätigkeit des Parlaments auszuhöhlen“.

An den aktuellen Notstand sind zahlreiche Maßnahmen geknüpft wie Ausgangsbeschränkungen. Geschäfte des nicht-alltäglichen Bedarfs, Restaurants und Hotels sind geschlossen. Für Ausländer gilt ein weitgehender Einreisestopp. Drei Corona-Hotspots im Westen und Norden Tschechiens sind von der Außenwelt isoliert. Sorgen bereitet den Behörden die ansteckendere britische Virusvariante. Deutschland hat Tschechien zum sogenannten Virusvariantengebiet erklärt und vorübergehend stationäre Grenzkontrollen wieder eingeführt.

Malte Bürger