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SPD-Fraktionschef pocht auf Corona-Sonderurlaub für Eltern

18:32
13.02.2021
Die SPD will zusätzliche Urlaubstage für Eltern, die wegen der Corona-Pandemie besonders belastet sind. „Die Grenzen der Mehrfachbelastung durch Homeoffice und Homeschooling sind überschritten“, sagte Fraktionschef Rolf Mützenich den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Er ließ offen, wie viele Extra-Urlaubstage den Eltern zugestanden werden sollen. „Es sollte schon eine nennenswerte Zahl sein“, sagte Mützenich lediglich. „Es ist Eltern nicht zuzumuten, jetzt den Jahresurlaub zur Betreuung der Kinder zu nehmen, der dann in den Sommerferien fehlt.“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte im Dezember mit den Ministerpräsidenten der Länder beschlossen, dass Eltern zusätzliche Möglichkeiten für bezahlten Urlaub zur Betreuung ihrer Kinder bekommen sollten. Letztlich wurden dann zehn zusätzliche Kinderkrankentage für Arbeitnehmer eingeführt.

Jan-Felix Jasch

Heil: Beim nächsten Corona-Gipfel muss es zu Entscheidungen kommen

18:09
13.02.2021
Wenige Tage nach den Bund-Länder-Beratungen fordert Bundesarbeitsminister Hubertus Heil baldige Beschlüsse für einen Ausstieg aus dem Lockdown. „Beim nächsten Gipfel muss es dann auch zu Entscheidungen kommen“, sagte der SPD-Politiker der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs hätten vereinbart, „dass Bund und Länder bis zum nächsten Gipfel eine Öffnungsstrategie entwickeln“. Der nächste Corona-Gipfel wurde für den 3. März angesetzt.

Zwar warnte auch Heil angesichts der Gefahr durch Mutationen vor verfrühten Lockerungen; man müsse Schritt für Schritt aus dem Lockdown kommen. „Aber klar: Ich kann den Unmut und die Ungeduld verstehen“, sagte er.

Heil zeigt sich zuversichtlich, dass die Corona-Krise dem Arbeitsmarkt auf Dauer nichts anhaben kann. Die Wirtschaft werde in diesem, spätestens im kommenden Jahr „wieder an Dynamik gewinnen, sodass wir auch am Arbeitsmarkt wieder vorankommen und das aufholen, was wir wegen Corona verlieren“, sagte der SPD-Politiker der Zeitung.

Jan-Felix Jasch

Lauterbach kritisiert Spielverlegungen: „Verzerrter Wettbewerb“

17:38
13.02.2021
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Verlegung der Champions-League-Heimspiele von RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach nach Budapest deutlich kritisiert. „Niemand weiß genau, wie die Infektionslage in Ungarn wirklich ist. Und dass Spieler aus UK ausreisen dürfen für ein solches Spiel, ist auch falsch“, sagte der Politiker Sport1 in einem Interview (Samstag). „Es ist ein verzerrter Wettbewerb, der zur Pandemiemüdigkeit beiträgt, weil er die Glaubwürdigkeit unserer Regeln in Frage stellt“, meinte der 57 Jahre alte Mediziner.

In der Europa League und Champions League sind wegen der Coronavirus-Pandemie und der derzeitigen Reisebeschränkungen insgesamt bislang acht Partien in andere Länder verlegt worden. So spielen die Fußball-Bundesligisten RB Leipzig gegen den FC Liverpool (16. Februar) und Borussia Mönchengladbach gegen Manchester City (24. Februar) jeweils in Budapest. Die TSG 1899 Hoffenheim tritt in der Europa League gegen den Molde FK (18. Februar) nicht in Norwegen an, sondern im Stadion des FC Villarreal in Spanien. Die rege Reisetätigkeit der Clubs in der Corona-Pandemie ist umstritten.

Malte Bürger