Letztes Update:
20210209125527

Niedersachsen will bei Erstimpfungen schneller vorankommen

07:47
09.02.2021
Niedersachsen will seine Corona-Impfstrategie ändern und bei Erstimpfungen schneller vorankommen. Eine Sprecherin des Sozialministeriums in Hannover bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Braunschweiger Zeitung“ vom Dienstag.

Bislang habe das Land strikt die Hälfte der gelieferten Impfstoffeinheiten für die notwendige Zweitimpfung zurückgehalten. „Angesichts der Tatsache, dass die Lieferungen nun verlässlicher werden, werden wir diese Reserve ab der nächsten Woche von 50 auf 33 Prozent des eingehenden Impfstoffs reduzieren“, sagte die Sprecherin der Zeitung.

Einzelheiten sollten am Dienstag in Hannover vorgestellt werden. Im Vergleich der Bundesländer weist Niedersachsen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bislang die niedrigste Quote an Erstimpfungen auf.

Jan-Felix Jasch

Niedersachsens Regierungschef Weil für längeren Lockdown

07:26
09.02.2021
Vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin spricht sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für eine Verlängerung des Lockdowns aus. Bei dem Treffen an diesem Mittwoch rechne er mit Einigkeit in einer Schlüsselfrage: „Wir kommen nicht umhin, den Lockdown noch einmal zu verlängern. Das ist angesichts des immer noch hohen Infektionsgeschehens und der Mutationen zwingend“, sagte Weil der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“.

Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten wollen am Mittwoch über weitere Coronamaßnahmen nach dem 15. Februar beraten. Dann sollen auch erstmals belastbare Daten über die Verbreitung der Virusmutationen in Deutschland vorliegen.

Weil sagte, er wolle in der Runde auch Einigkeit über den weiteren Fahrplan für Lockerungen oder Verschärfungen erzielen. Er wünsche sich, dass „wir uns möglichst bis Ende Februar darüber verständigen können, von welchen Kennziffern und Kriterien dann spätere Entscheidungen abhängig gemacht werden können.“ „Dabei müssen wir auch die Mutationen bedenken, die deutlich ansteckender sind als das Original.“ Nötig sei ein gemeinsames Konzept. „An den Lockerungswettbewerb im vergangenen Jahr habe ich sehr unschöne Erinnerungen - eine Wiederholung wäre überaus schädlich“, sagte er.

Jan-Felix Jasch